The Veils - Total Depravity

Sputum Axolotiis

Anspruch mit Augenzwinkern und Arschtritt im Nachhinein: Nicht mehr und nicht weniger offerieren The Veils auf ihrem genialisch unangepassten Machwerk Total Depravity (Nettwerk/Soulfood, ab Freitag). Die Wiedervereinigung mit Klugkopf Adam „Atom” Greenspan an den Reglern, die die Welt andeuten, klebt nach Mukovizidose. Ein Regen aus halbverdauten Axoloteln ergießt sich im Vomito Negro. Doch alles halb so schlimm.

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The Veils: "Total Depravity" (Nettwerk/Soulfood)

The Veils: „Total Depravity“ (Nettwerk/Soulfood)

Wenn alles „stimmt“ paddelt Klausjürgen Wussow auf einer Talsperre herum und trinkt Kaffee Hag. Wenn etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist, kommt Finn Andrews um die Ecke, und lutscht die Disharmonie noch ein Ecken runder. Dass er beim anstehenden Twin Peaks-Revival eine tragende Rolle übernimmt, ist angesichts von Total Depravity nur allzu selbstverständlich.

Genrefrei und romantisch balgt sich hier der Geist einen zusammen, indem er vor seinem eigenen Vexierbild kuscht. Das Aufbegehren lohnt, man muss sich nur die Mühe geben, ganz genau zuzuhören: „Die Besetzung des Albums ist sehr vielfältig: L. Ron Hubbard, selbstverständlich Axolotis, lieb geartete Krokodile, ein psychotischer Trucker, der Papst und Ingrid Bergmann“, so Finn Andrews. Jesus Christus und Georg Wilhelm Pabst wird er doch nicht vergessen haben?! Neue Sachlichkeit unter dem Kreuz könnte sich anhören, wie Total Depravity.

Axolotl:
youtube.com/watch?v=v0IBpUgbTTA

23.11. Berlin (Bi Nuu)

theveils.com
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