ECHO 2013: Die Nachlese zum Event – Beliebtheit der ECHO-Künstler steigt

Vor rund einer Woche wurden sie verliehen, die ECHOs 2013. Bekanntermaßen werden die Sieger in den meisten Kategorien anhand von Verkaufszahlen ermittelt. Wer jetzt denkt, nach der Preisverleihung war’s das, der vergisst den ECHO-Kater, die Nachwirkungen, die der Award auf den Beliebtheitsfaktor der Gewinner und Show-Acts hat.

Ironischerweise kann man die Gewinner der Trophäen diesbezüglich fast vernachlässigen; es sind die Show-Acts, die vom Nachhall des ECHO-Abends am meisten profitieren.

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Cro hält bares Geld in der Hand / Foto: Monique Wüstenhagen/BVMI

Dies zeigt sich vor allem bei den Musikverkäufen und dort, wo viele Menschen zusammenkommen: im Internet. Alle 17 Künstler und Bands, die während der ECHO-Verleihung aufgetreten sind, verzeichnen ein Verkaufsplus und dürfen sich über zahlreiche neue Fans und Follower auf diversen Social-Media-Plattformen freuen, wie media control mitteilt.

Allen voran geht der Stuttgarter Pop-Rapper Cro, der beim ECHO sowohl performte als auch zwei Trophäen abstaubte. Ganze 86 Prozent mehr Musikdownloads gab’s für den Panda-Mann in der Woche nach der Verleihung. Keiner konnte seine YouTube-Videos so gut an den Mann bringen und gewann eine so große Anzahl neuer Twitter-Follower.

Vor allem bei Bands wie Depeche Mode und Silly, die am ECHO-Folgetag ihre neuen Alben veröffentlichten, waren die Nachwirkungen besonders schnell spürbar: Die Absätze ihrer Songs und Alben stiegen um das 20- bzw. 11-Fache an. Auch die beiden performten Songs „Heaven“ und „Deine Stärken“ wurden bei MyVideo im Vergleich zu allen anderen ECHO-Show-Acts am meisten angeklickt.

Der ECHO mag als einer der überbewertetsten Preise im deutschen Musikgeschäft gelten, wie die Zahlen zeigen, ist er für die Gewinner und auftretenden Künstler bares Geld wert.

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Über Kathrin Tschorn

Kathrin Tschorn | Freiberufliche Musikredakteurin und Lektorin, beheimatet in Berlin. Stets Musik aus den Bereichen Pop, Rock, Indie, Jazz sowie allem dazwischen auf den Ohren und eine Tastatur unter den Fingern.