Painkiller - Execution Ground

Extinction Groove

Karlrecords did it again: Mit dem Vinyl-Reissue von Execution Ground, einem Meilenstein der Freude gewordenen Musikauffassung, ausgeführt und dargeboten vom Traumteam Bill Laswell, John Zorn und Mick Harris, werden grindfeuchte Träume wahr. Sie riechen zwar etwas streng, widerlegen aber den Verdacht, dass es anno 1994 nicht auch Musik gegeben hätte, die das Zeug dazu hat, irgendwann in den Orbit geschossen zu werden. Um Zeugnis einer sich anschließend kollektiv abdankenden Spezies abzulegen. Zur Freude und zum Entsetzen uns überlegener Existenzen.

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Painkiller: "Execution Ground" (Karlrecords)

Painkiller: „Execution Ground“ (Karlrecords)

Fehlen eigentlich nur noch Erinnerungen an GOD, jenem mit Painkiller auch personell eng verwandtem Projekt, das den Geist des Metals noch stärker ausspielte als die nun endlich vorliegende Neuveröffentlichung, die dreist an den Jazz appelliert, indem sie ihn völlig enttextualisiert. Execution Ground ist eben beileibe nicht das Dokument selbstverliebter Wahrnehmung aus dem Geiste von Können und Überlegenheit. Sondern der erbarmungslose Soundtrack zu den Cartoons eines Art Spiegelman.

„What’s really hilarious is that none of this is actually happening“. In diesem für Weichgespülte desaströsen Sinne – im Sinne der Verblendung (Hundefutter statt Nahrung für alle, In-vitro-Fertilisation trotz Überbevölkerung) – wird der Execution Ground zum Menetekel erahnter „Lebensverfehlung“ (Asmus Tietchens). Dass das Album dennoch groovt wie Sau, steht noch nicht einmal auf einem anderen Blatt.

karlrecords.net
karlrecords.bandcamp.com

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