Noise Testament Berlin

Testamentseröffnung – par excellence

Es tut ja auch mal gut, sich auf musikalische Veranstaltungen zu begeben, ohne sich weder im Vorfeld noch im Nachhinein im Sinne einer Berichterstattung verpflichtet zu fühlen. So geschehen am vergangenen Wochenende im Urban Spree, Berlin. Zum Glück erwies sich die Erstauflage des zweitägigen Noise Testament Festivals als dermaßen gelungen, dass inzwischen selbst Unberufene nicht umhin können, einen kurzen Bericht zu erstatten.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

(facebook.com/obnoxiousouroboros)

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Wenn alles stimmt, kommt Klausjürgen Wussow um die Ecke gerudert und trinkt Caro-Kaffee. Oder man findet sich an einem der zahllosen Hotspots der Hauptstadt ein, um entgentrifizierten Wust zu lauschen. So geschehen. Anlässlich einer Veranstaltung, die sich anschickt, in den kommenden Jahren zu einer festen Institution zu werden. Die Voraussetzungen könnten kaum besser sein.

No Balls (Stephan Wolf)

No Balls (Stephan Wolf)

Hervorzuheben? Nun, zunächst der durchgängig meisterlich beherrschte Sound an sich. Gerade wenn es sich um dezidierte Lärmentäußerungen handelt, ist ein klares Outfit nicht allein der Kapazität des Meatus zuträglich. Dezibel are no excuse! Ferner: Nahezu sämtlich aktiv Beteiligten. Mal von der Bardame ganz abgesehen. Wie auch ansonsten die anwesende Mischung aus Schönheit, Distinguiertheit und Laune absolut stimmt. Die Lärmenden sind schon ein sehr nettes Völkchen – mit harmloser Intention und vermutlich bösen Hintergedanken. Jedes Punk-Aufbäumen ist nun einmal ein Atavismus, ein Dreck – dagegen. It is only rock’n’roll, but we dare to like it.

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