Interview mit Paolo Ga'Iba Riva (PGR)

„Stagnation nervt”

PGR at Noise Testament Berlin (Stephan Wolf)

PGR at Noise Testament Berlin (Stephan Wolf)

amusio: „Also bedeutet Musik – für dich und euch – ein permanentes Hervortreten aus der Komfortzone?“

Paolo Ga’Iba Riva: „Das mag im Sinne der Herausforderung stimmen. Andererseits genieße ich als Musiker zwischen Noise und, von mir aus, Free Jazz inzwischen einen globalen Austausch, der mein Treiben auch wieder zur Komfortzone ausgestalten ließe. Zum Glück gibt es, vor allem in Norwegen, zahlreiche Vordenker und Kollegen, die sich der Vereinnahmung entziehen: Harald Fetveit, Lasse Marhaug, Jon Wesseltoft …“

amusio: „Sehr unterschiedliche Charaktere, zumindest in musikalischer Hinsicht…“

Huébault Imm: „Was ja kein Manko darstellt. Im Gegenteil…“

Paolo Ga’Iba Riva: „Vielleicht. Nach wie vor. Musiker, die sich nicht eingrenzen lassen und künstlerische Risiken eingehen, sind zumeist schneller vergessen, als sie erinnert werden. Und wenn schon! Sollte ich darauf Rücksicht nehmen? Ich habe vor allem meinen Spaß. Da bin ich Egoist genug. Wir, also zum Beispiel Huébault und ich, touren im Herbst, teilweise separat, mal wieder durch sämtliche Metropolen der westlichen Hemisphäre. Und die östliche hat ihr Interesse schon längst angemeldet. Das macht mich glücklich. Das motiviert mich. Als Basser in einer Jazz-Formation hätte ich dieses Aufsehen wahrscheinlich weder erregt noch erlangt.“

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