Ultimate Painting - Dusk

Tückische Lässigkeit

Jack Cooper und James Hoare erweisen sich als ungemein fleißige Gesellen. Schließlich handelt es sich bei Dusk (Trouble In Mind/Cargo) bereits um das dritte Vollzeitalbum binnen knapp dreier Jahre. Dass Ultimate Painting, das Kreativ-Duo aus London, nicht nur produktiv ergiebig sind, sondern dabei auch qualitativ eine schnelle Schrittfolge aufnehmen, beweisen sie mit zehn Songs, die relaxte Fluffigkeit mit dem Tenor der Verbindlichkeit kreuzen.

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Ultimate Painting: "Dusk" (Trouble In Mind/Cargo)

Ultimate Painting: „Dusk“ (Trouble In Mind/Cargo)

Ihren Hang zum angeschrofften Indie-Sound, den insbesondere ihr autonom betiteltes Debüt nachhaltig auszeichnete, haben die beiden Herren auf Dusk endgültig zu den Akten gelegt. Dusk klingt so entspannt wie vollmundig – ab und an sogar so, als wollten sie den Reiz des Beiläufigen riskieren. Doch dieser erste Eindruck täuscht, sobald sich offenbart, wie dicht Ultimate Painting ihre Lieder mittlerweile stricken. Die Auskopplung Song For Brian Jones ist hierzu ein probates Beispiel.

Die neue Lässigkeit hat ihre Tücken, man könnte sie mit „Nachdenklichkeit“ umschreiben. Oder gleich mit einer unterschwelligen Melancholie, die auf ein generelles Umdenken schließen lässt. Auf eine emotionale Reife, die Jack Cooper und James Hoare in erstaunlich kurzer Zeit entwickelt haben. Denn aufgesetzt wirkt an Dusk nichts, was den Eindruck von leicht gedrungener Harmonie schmälern könnte. Wer Ultimate Painting dennoch der Scharlatanerie zeihen will, muss schon über ein stark hypertrophiertes Misstrauen verfügen.

Song For Brian Jones:
youtube.com/watch?v=5oopzYgvydg

13.10. Köln (King Georg)
14.10. Hamburg (Aalhaus)
15.10. Berlin (Berghain Kantine)

facebook.com/ultimate-painting-1600705563540281

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