Interview mit Ficken Schmidt (Kapelle Petra)

„Wir haben keine Angst, unser Gesicht zu verlieren”

Schlagzeuger Ficken Schmidt hat sich noch nicht entschieden, ob er zum Einläuten des Feierabends zu Grauburgunder oder Bier greifen soll. Also widmet er sich im heimischen Hamm zunächst einem Interview anlässlich des zweiten Teils der The UNDERFORGOTTEN table Tour seines nahezu allseits beliebten musikalischen Betätigungsfelds: Kapelle Petra. Doch kaum nimmt das Gespräch Fahrt auf, fällt die Entscheidung zugunsten des Gerstensafts. Ob und inwiefern sie Einfluss auf das zum Diktat Gebrachte nimmt, bleibt indes das Geheimnis des Ficken Schmidt.

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Ficken Schmidt / Kapelle Petra (Kapelle Petra/Skycap Records)

Ficken Schmidt / Kapelle Petra (Kapelle Petra/Skycap Records)

amusio: „Nach und nach nimmt der zweite Teil eurer The Underforgotten Table Tour so richtig Fahrt auf. Geht dementsprechend auch euer Stresspegel steil?“

Ficken Schmidt: „Touren sind zwar physisch anstrengend, doch sobald es auf die Bühne geht, gerate zumindest ich in einen Modus, der die Mühen des Tages vergessen lässt. Aber die Freude auf gemeinsame Erlebnisabende mit unserm Publikum lässt ohnehin kaum negativen Stress zu.“

amusio: „Wie schaut es dabei denn mit der regionalen Akzeptanz aus? Besteht vielleicht ein Nord-Süd-Gefälle? Kommt ihr in Wilhelmshaven besser an als etwa in Garmisch?“

Ficken Schmidt: „Wir verspüren anhand unserer westfälischen Herkunft eventuell noch dezente persönliche Neigungen, aber ich denke nicht, dass sie sich auf das nationale Interesse an Kapelle Petra übertragen. Von einem Nord-Süd-Gefälle kann jedenfalls keine Rede sein. Wenn überhaupt, so haben wir vielleicht Mittel- und Ostdeutschland bislang ein wenig vernachlässigt. Aber ich kann mich noch sehr gut an Auftritte wie zum Beispiel in der Leipziger Moritzbastei oder im Objekt 5 zu Halle erinnern. Das waren total geile Abende…“

amusio: „Wie schaut es mit dem deutschsprachigen Ausland aus?“

Ficken Schmidt: „Natürlich hätten wir Bock, auch mal in Österreich oder in der Schweiz zu spielen. Wir haben dies als Band auch immer wieder mal erwogen, doch bisher hat es sich einfach noch nicht ergeben. Das ist aber eher der Booking-Situation anzukreiden als einer bewussten Entscheidung.“

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