Kitsch A La Cova - Kitsch A La Cova

Catch As Kitsch Can

Zugegeben: Als „Platte der laufenden Woche“ kann das hier nicht mehr durchgehen. Aber die energetische Qualität des gleichnamigen Albums von Kitsch A La Cova aus Barcelona ist so dermaßen überzeugend, dass die Tagesaktualität gerne mal den Kürzeren ziehen darf. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Anfänge der katalanischen Formation Kitsch bis ins Jahr 1985 zurückführen. Rund dreißig Jahre später ist nun erstmals der – auch anderweitig umtriebige – Mon a la Cova (Ex-Casual, Ex-Guilles Maleides) dazugestoßen. Um gemeinsam als Kitsch A La Cova mit einem prächtigen Exempel für porentief gültigen Dark Rock zu glänzen.

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Kitsch A La Cova (Kitsch A La Cova)

Kitsch A La Cova (Kitsch A La Cova)

Ist es eine Schande, dass Kitsch (A La Cova) außerhalb ihrer nach Autonomie strebenden Region ein wohl gehütetes Schattendasein fristen? Oder liegt es allein an der resolut eingehaltenen DIY-Philosophie, um die himmel- und hölleschreiende Diskrepanz zwischen gebotener Güte und global erhaltener Aufmerksamkeit zu erklären? Ohne eine Antwort abzuwarten oder gar anzubieten, legen die Gründungsmitglieder Lluís Costabella (Gesang, Gitarre, Programming) und Joan Pairó (Tieftöner) an der Seite des besagten Mon a la Cova (Gesang, Gitarre) so dermaßen selbstsicher und mitreißend los, dass sich anlässlich nahezu jeder Tageszeit aus dem Stand eine zünftig dunkel rockende Party abfeiern lässt.

Denn jenes gern genommene Verschleppen von Tempo und Verve, das bevorzugt schwarz gewandete Gitarrengreifer üblicherweise bevorzugen, lassen Kitsch A La Cova auf direktem Wege links liegen. Stattdessen wird gleichermaßen stimmungs- wie schwungvoll auf sämtliche Tuben gedrückt, die glorreich fetten Schmiss enthalten. Da darf ab und an sogar mal versiert am Schweinerock geschnuppert werden, der Patchouli-Herznote tut dies keinerlei Abbruch.

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