Während sich die halbe In-Welt das Maul darüber zerreißt, warum ihr ein junger Schwabe alte Leviten liest, die sich auch an den exorbitanten Preisen für Cure und Mode ablesen lassen, schmiegt sich ein anderer junger Herr an, der in überlegt überlegener Weise die Karten längst verschenkt zu haben scheint: Angst Angst Overkill (Staatsakt/Caroline International/Universal).

Nicolas Sturm: "Angst Angst Overkill" (Staatsakt/Caroline International/Universal)
Nicolas Sturm: „Angst Angst Overkill“ (Staatsakt/Caroline International/Universal)

Es ist fucking charming, das Album. Frauen in der Nähe wollen immer sogleich wissen: „Von wem ist das? Wer singt da?“ Schwingt da am Ende vom Anfang noch Erotik mit? Mag sein, doch während „man“ die neuen Alben von Leonard Cohen und Nick Cave noch verkraften darf, ziemt sich Nicolas Sturm als der neue deutschsprachige Morrissey – als wenn es je einen alten gegeben hätte (allein – Das Ende wird in dieser Hinsicht dann doch zu deutlich, nicht jeder Tag ist Sonntag, kapiert?!).

Ein Kuss … und „reife Frauen kennen lernen“. Man verlernt es nicht. Und wenn doch, so hilft Angst Angst Overkill wieder auf die Sprünge. Zerrung inklusive. Chartet bestimmt. „Anstand, Recht und Sitte“.

02.11. Frankfurt/Main (Mousonturm)
03.11. Stuttgart (Merlin)
05.11. A-Wien (Rhiz)
06.11. München (Milla)
07.11. Berlin (Roter Salon)
09.11. Hamburg (Molotow)
10.11. Köln (Yuca Club)

nicolassturm.de
facebook.com/NicolasSturm

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