Offenbar verlief die – weitestgehend – vorerst beendete Deutschland-Tour zur vollsten Zufriedenheit aller an Soft Grid Beteiligten. Das verwundert angesichts dessen, was das Trio auf Corolla (Antime) veranstaltet, kaum. Eigentlich gar nicht. Denn die unerhörte Mischung aus gemeinhin als unvereinbar erachteten Stilistiken sowie die gleichsam überbordende Lust an der Musikalität lässt unbeeindrucktes Ignorieren oder verständnislose Borniertheiten kaum zu. Zum Glück gibt es am 26.11. im Berghain noch einen Live-Nachschlag.

Soft Grid: "Corolla" (Antime)
Soft Grid: „Corolla“ (Antime)

Jana Sotzko (Dropout Patrol) und Theresa Stroetges (Golden Diskó Ship) improvisierten als Epiphany Now schon eine gute Weile durch grenzenlose Welten, als sie in einer stillgelegten psychiatrischen Einrichtung beschlossen, Soft Grid zu gründen. Den Briten Sam Slater griffen sie einige Zeit (und einem kurzerhand eingespielten Tape) später von einem Berliner Tanzboden ab. Seitdem teilen sie sich die Instrumente. Und vielleicht nicht nur die. Doch das erzieht sich der Kenntnis eines Rezensenten, dem Soft Grid mit Corolla eine ganz schön harte – aber durch und durch köstliche – Nuss zu knacken geben.

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