Palace - So Long Forever

Und tschüss

Nach zwei zumindest vom britischen Pop-Establishment hoch gelobten EPs sowie der Bespielung nahezu sämtlicher arrivierter Festivals auf „der Insel“ präsentieren Palace endlich ihr Debütalbum: So Long Forever (Fiction/Caroline/Universal, ab Freitag), mit schönen Grüßen aus Tottenham. Wer nun aber hofft, die Jungs mit den Vorschusslorbeeren würden uns allen nur noch einen schönen Tag wünschen, sieht sich erneut getäuscht. Denn das vermeintlich Harmlose erweist sich als veritable Option auf einen Tag der inneren Einkehr.

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Palace: "So Long Forever" (Fiction/Caroline/Universal)

Palace: „So Long Forever“ (Fiction/Caroline/Universal)

Immerhin machen Palace deutlich, dass ihnen die hier und da angediente Nähe zum Wavepoprock der achtziger Jahre (von The Opposition bis Lotus Eaters) kaum zu Gesicht steht. Wer, wie die Times, eher einen imaginierten Raum zwischen Jeff Buckley und Kings Of Leon vermutet, dürfte dem Anliegen des Vierers aus gutem Hause besser verstanden haben.

Allzu Ungezogenes ersticken sie im Keim. Steril sind sie deswegen – noch – nicht. Eventuelle Gefallsucht für Bausparer an der Emotion konterkarieren sie ab und an (Titeltrack), kratzen dann und wann am Nimbus von Europäern wie Kashmir, bleiben in aber stets verbindlich unverbindlich. Das mag der geneigte BBC-Hörer anders interpretieren, für den mit dichteren Wassern gewaschenen Schwerblüter bleiben Palace leicht, eventuell sogar zu leicht. Doch: Alles halb so wild – dies lehrt die innere Einkehr an der Seite von Rupert Turner, Leo Wyndham, Will Dorey und Matt Hodges.

05.11. Dortmund (Crossing Borders Festival)
10.11. Hamburg (Molotow)
11.11. Berlin (Privatclub)
14.11. A-Wien (B72)
15.11. A-Linz (Posthof)
16.11. CH-Zürich (Hafenkneipe)

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