The bianca Story: Coming Home

Bianca mit kleinem b: In die Londoner Abbey Road Studios haben sich die fünf Basler von The bianca Story begeben, um das Album „Coming Home“ aufzunehmen. Vielleich liegt es auch am Wissen um diesen Umstand, aber manche Stücke erinnern weitläufig an die Spätphase der Beatles. Etwa der Gesang von Sänger und Gitarrist Elia Rediger auf der lockeren Ballade „Friends Bar“ – fast fühlt man sich ins White Album oder das Album Abbey Road zurückversetzt. Mit Abstrichen gilt das auch für das folgende, doch wesentlich schnellere Stück „Not The Sun“. Das Album beginnt gleich mit einigen sehr stimmig inszenierten Krachern: Sowohl „Afraid Of The World“ als auch „Coming Home“, das als Single bereits 2010 veröffentlicht wurde, haben Ohrwurm-Qualitäten.

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The bianca Story. Quelle: http://www.thebiancastory.com

„Lazy Boy“ kommt betont poppig daher, der orchestrale Klang macht es sehr gut tanzbar. Lied Nummer vier, „Dancing People Are Never Wrong“, fällt dann etwas aus dem Rahmen. Erstmals steht die hier die Stimme von Sängerin Anna Waibel im Vordergrund, doch ist auch hier der Name Programm – es handelt sich um ein Tanzstück. Die anderen Stücke zeichnen sich stärker durch ein teilweise virtuoses Zusammenspiel der Stimmen von Elia Rediger und Anna Waibel aus. Egal, ob man hier nun die etwas an New Wave erinnernden Stücke „Bird Rocket“ und „Lion Is Awake Now“ nimmt oder die drei Abschluss-Songs „Brand New Vision“, „Eclat“ und „High & Low“.

Speziell „Eclat“ erinnert mit seinen elektronischen Elementen und dem eingängigen Gesang von Rediger und Waibel an eine andere britische Band der Vergangenheit: Manfred Mann’s Earth Band brachte es in den achtziger Jahren zu einiger Meisterschaft in dieser Disziplin.

„Coming Home“ ist nach „High Society“ (2008) und „Unique Copy Album“ (2009) das dritte Album von The bianca Story. Die Baseler Band, die ihre Musik als Art-Pop bezeichnet, hat sich 2004 gegründet. Neben Rediger und Waibel gehören dazu: Fabian Chiquet (Keyboard), Joel Fonsegrive (Bass) und Lorenz Hunziker (Schlagzeug).

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Über Frank Behrens

Frank Behrens arbeitet als freier Journalist in der Nähe von Hamburg. Noten kann er keine lesen, aber Musik hören. Am liebsten Rock und Blues.