Svarte Greiner - Moss Garden

Natur der simultanen Organisation

Mit dem ursprünglich für eine Installation von Marit Følstad komponierten Moss Garden (Miasmah Recordings) setzt Erik K Skodvin (Deaf Center) alias Svarte Greiner nach dem Album Black Tie ein weiteres Ausrufungszeichen. Anhand von zwei Soundscapes – The Marble und Garden – exemplifiziert der Südnorweger mit Wohnsitz in Berlin das schimärisch Sinnliche von Terror und Schönheit samt seiner semantischen Genealogien. Wohlklänge zerschellen an immanenten Drohgebärden, um sich anschließend wieder in paradiesische Euterpenmolke zu verwandeln.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Svarte Greiner: "Moss Garden" (Miasmah Recordings)

Svarte Greiner: „Moss Garden“ (Miasmah Recordings)

Texturen allein sind nicht der Maßstab, an dem sich die Intensität von Moss Garden taxieren lässt. Eine dezidierte Hingabe an die Natur der Organisation mag eher das Ausmaß beschreiben, welches Svarte Greiner präzise zu handhaben versteht. Die Simultanität von irdener Versicherung und dem Skizzieren von metaphysischen Verhältnissen stimmt vollends mit dem fundamental-transgressiven Agens überein, auf dem Moss Garden vermutlich fußt.

Der Effekt des Hin- und Hergerissenseins zwischen Zuneigung und Feindseligkeit dominiert beide Tracks, wobei die Akusmatik keinerlei Zwang ausübt, sich zu entscheiden. Sämtliche Spannungsverhältnisse verdanken sich, wie bereits angedeutet, nicht allein der Texturen. Sondern vornehmlich einer letztlich auch intellektuellen Leistung, die Schöpfer und Hörer eint. Wenn sich das stete Vordringen von Ausweichmanövern kaum mehr unterscheiden lässt, rückt jegliche formale Zielsetzung nolens volens ins zweite Glied der Beurteilung. Moss Garden erträgt keine Paraphrasen. Es muss erlebt werden. Danach reden wir weiter.

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