Underground, Köln, 21.12.

Crippled Black Phoenix feiern Abschluss ihrer Europa-Tour

Den einzigartigen CBP-Cocktail aus grausam gerechten Schmerzverstärkern, floydischen Painkillern, auf Überlänge gestrecktem Aufputschzeugs sowie linker Agitation im Zugabenteil muss man wohl niemandem erklären, der bereits weiß, was ihn am Mittwochabend im Kölner Underground erwartet. Mit der üblichen internen Fluktuation an vorderster Front und dem aktuellen Album Bronze (Season Of Mist/Soulfood) in der Hinterhand, wird Justin Greaves – Meister schweißtreibend makabrer Rockvibes zwischen Tradition und Moderne – auch zum Grande Finale der diesjährigen Touren sehr genau wissen, wie er sämtliche Ganglien bis aufs Blut zu reizen hat.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

(crippledblackphoenix.co.uk)

(crippledblackphoenix.co.uk)

Doch auch den zweihebigen Support gilt es zu vergegenwärtigen: Ansonsten bei HAW und Stereochrist beschäftigt, schickt sich der Ungar Zoltan alias The Devil’s Trade an, als Solist seinem Credo „Happy Music Is Shit“ alle Ehre zu erweisen. Wenn anschließend Publicist UK aus, natürlich, den US of A eine erstaunlich belastbare Brücke zwischen Joy Division und dem Hauptact schlagen, dürfte anfängliche Alarmbereitschaft längst in feinste Schlachtenbummellaune aufgegangen sein.

Zugegeben: Bronze, dem neuen Album von Crippled Black Phoenix, gelingt es nicht ganz, aus dem Schatten seines monumental beschlagenen Vorgängers White Light Generator hervorzutreten. Eine Spur zu stoisch-konzentrisch sind diesmal die Tracks des, wie üblich, überlangen Albums ausgefallen. Was jedoch einer deftigen Live-Umsetzung sogar noch zuträglich sein dürfte, so repetitive Elemente ja dafür bekannt sind, gewisse Sogwirkungen zu entfalten, die sich nicht auf ihren ekstatischen Gehalt begrenzen lassen.

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!