Luke Elliot (Stephan Wolf)
Luke Elliot (Stephan Wolf)

amusio: „Belastet dich dieser Wettbewerb?“

Luke Elliot: „Wenn ich gut drauf bin, Songs schreibe oder toure, mache ich mir darüber nicht allzu viele Gedanken. Aber ich bin ein Mensch, der vielleicht etwas zu sehr dazu neigt, sich selbst in Frage zu stellen. Es geht vielen Kollegen ähnlich, aber nur die wenigsten würden das auch zugeben. Wenn ich also das Gefühl habe, dass es für mich gerade mal nichts zu tun gibt oder die Inspiration auf sich warten lässt, beginne ich an mir zu zweifeln. Das Songschreiben ist mein Gegengift. Und dabei will ich meine Zweifel sicher nicht zum zentralen Gegenstand meiner Songs machen.“

amusio: „Dafür verraten deine Lyrics auch zu sehr den Geschichtenerzähler in dir…“

Luke Elliot: „Das stimmt, ich bediene mich bevorzugt den Erfahrungen anderer, realer oder fiktiver Menschen, um diese in meinen Songs auf meine Art zu interpretieren. Zwar ist es für mich schon in Ordnung, anhand von Schlagwörtern eine gewisse Atmosphäre zu kreieren. Aber ich benötige eine Narration, um darauf aufbauen zu können. Heiße Luft allein bringt mir nichts. So greife ich zum Beispiel bei einem neuen Song die Geschichte von William S. Burroughs und seiner Frau auf, du weißt schon. Ob du jedoch diese Geschichte im fertigen Song sofort wiedererkennen würdest, wage ich zu bezweifeln. Denn von mir aufgegriffenen Kontexte sind zumeist nur Anknüpfungspunkte oder Rahmenhandlungen, die ich in sämtliche Richtungen weiterspinne.“

amusio: „Musik oder Text – was kommt bei dir zuerst?“

Luke Elliot: „Meistens steht die Musik bevor es ans Texten geht. Es gibt aber Ausnahmen. Manchmal tausche ich die Lyrics auch aus, paste and copy sozusagen.“

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