Luke Elliot (Stephan Wolf)
Luke Elliot (Stephan Wolf)

amusio: „Coverversion gelten als eine Art Indikator. Für dein Debütalbum hast du dich für Reason To Believe entschieden. Da warst du nicht der erste Interpret. Hast du dich eher am Original von Tim Hardin oder dem bekannteren Cover von Rod Steward orientiert?“

Luke Elliot: „Weder noch. Ich hatte in New York mal meinen Zug verpasst, und so hatte ich Zeit, einem Straßenmusiker zu lauschen, der diesen Song in recht ansprechender Weise zum Besten gab. Es war seine Version, die etwas in mir ausgelöst hat. Also habe ich mich selbst mit diesem Song auseinandergesetzt. Wenn zunächst auch mit kaum befriedigenden Ergebnissen. Schon eigenartig, wie er es letztlich auf die Platte geschafft hat. Bei der Auswahl von Coverversionen sollte man stets sehr wählerisch sein. Und lieber nicht der Reihe nach Tom Waits oder Nick Cave covern, nur weil es sich mit ihnen allzu leicht mit fremden Federn schmücken lässt und man darauf vertrauen kann, dass das Publikum die Originale kennt. Aber gut, heute Abend werde ich einen Song von Warren Zevon spiele, den ich sehr schätze. Und irgendwann werde ich mich sicher auch mal einem Song von Willy DeVille annehmen.“

amusio: „Mit dem du ja auch schon des Öfteren verglichen wurdest. Wie auch schon mit Springsteen, Sinatra oder Stan Ridgway…“

Luke Elliot: „Und wenn jemand geschrieben hätte, ich würde wie Run DMC klingen, wäre es in der Welt und die Leute würden es glauben. Aber im Ernst: Es ist schon schmeichelhaft, mit so vielen unglaublichen Künstlern vergleichen zu werden. Aber ich möchte keiner von ihnen sein. Sondern selbst zu einem unglaublichen Künstler werden.“

amusio: „Gehst du davon aus, dass du dich in diese Liga spielen wirst?“

Luke Elliot: „Davon fantasiere ich schon mein ganzes Leben. Ich bin ambitioniert und treibe mich ständig dazu an, besser zu werden. Dabei dürfen meine Gedanken aber nicht immer nur um mich selbst kreisen. Was irgendwann einmal werden könnte, muss ich aus dem Kopf kriegen. Und mich lieber darum kümmern, wie ich jene Gravität erzeuge, um die Leute zu erreichen. Wenn ich eins weiß, dann dass ich nicht mehr aufhören will, ein Sänger und Songschreiber zu sein. Und zwar der beste Sänger und Songschreiber, der mir möglich ist, zu werden und zu sein.“

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