Luke Elliot (Stephan Wolf)
Luke Elliot (Stephan Wolf)

amusio: „Und dabei wahrst du die absolute Kontrolle?“

Luke Elliot: „Sieht man mir das an? Ja, ich bin ein Kontrolltyp, vielleicht sogar zu sehr. Ich will nicht perfekt werden. Sondern mich Tag für Tag verbessern. Meine Anfänge sind gut gewesen, doch ich habe noch einen weiten Weg vor mir.“

amusio: „Denkst du, dass du irgendwann dein Limit erreichen wirst? Und du dich dann nur noch zu wiederholen brauchst? Oder entspräche dieses Niveau einem Alptraum?“

Luke Elliot: „Warum fragst du mich das?“

amusio: „Weil es vielen Etablierten so ergeht.“

Luke Elliot: „Sich nicht mehr verbessern zu wollen, weil man denkt, dass man es nicht mehr kann, ist für mich undenkbar. Wenn ich mich in dreißig Jahren dabei erwischen sollte, müsste ich mich in Frage stellen. Oder zumindest hart mit mir ins Gericht gehen.“

amusio: „Wie umfangreich ist dein Repertoire denn inzwischen schon geworden?“

Luke Elliot (Stephan Wolf)
Luke Elliot (Stephan Wolf)

Luke Elliot: „Tja, das wäre das Album, die beiden EPs [Death Of A Widow, Provisions] und jede Menge neue Songs, die ich aber leider auf dieser Tour noch nicht präsentieren kann, da es gilt, Dressed For The Occasion vorzustellen. Erst hier in Europa, anschließend in den USA. Dabei liegt die Veröffentlichung der Scheibe in Norwegen schon über ein Jahr zurück. Aber das ist in Ordnung. Die Songs entwickeln mit der Zeit ein Eigenleben, sodass es mir mit ihnen nicht langweilig wird. So sehr es mir auch in den Fingern kribbelt, meine neuen Songs live vorzustellen.“

amusio: „Wie hältst du es mit Kollaborationen? Oder mit Teamwork im Allgemeinen?

Luke Elliot: „Den Austausch mit Mitmusikern oder Produzenten erachte ich als essentiell. Und ich setze mich permanent mit der Frage auseinander, wie eine Zusammenarbeit die schönsten Früchte tragen kann. Ich konfrontiere meine Mitstreiter mit dem Knochenbau meiner Songs. Und dabei kann ich meine Ideen schon recht konkret vorstellen. Aber es steht dann jedem frei, seine prächtigsten Gitarren- oder Basslinien einzubringen.“

amusio: „Bei Dressed For The Occasion hast du mit dem renommierten Produzenten John Agnello gearbeitet. Entsprechend edel, wenngleich vielleicht auch eine Spur zu sauber, klingt das Ergebnis. Wirst du beim nächsten Album an diesem Klangbild festhalten? Oder das Ganze lieber etwas rauer oder ungehobelter belassen?“

Luke Elliot: „Du sagst es! Ich würde es gerne etwas rauer haben. Mit John Agnello habe ich schon darüber gesprochen. Er wird mich dabei wohl unterstützen wollen. Auch ich finde, dass Dressed For The Occasion sehr gut produziert wurde. Und auch entsprechend teuer klingt. Beim nächsten Album wünsche ich mir mehr Minimalismus, weniger Instrumente, mehr Live-Atmosphäre. Es sollte auf die Magengrube zielen. Und dafür brauche ich keine Streicher-Arrangements. Oder irgendwelche vorgefertigten Muster, die angeblich immer funktionieren. Ja, das nächste Album sollte irgendwie unbefangener sein. Direkter. Je weniger durchdacht, desto besser.“

Tour Trailer:
youtu.be/IgqLesLska4

Trouble:
youtu.be/PzOqRbHrtzs

Heute in Berlin (Privatclub)

Morgen in München (Milla)

Freitag in Wien (Chelsea)

lukeelliot.com
facebook.com/lukeelliotmusic

 

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