James Morrison: The Awakening

Mit „The Awakening“ legte James Morrison 2011 sein drittes Album nach „Undiscovered“ (2006) und „Songs For You, Truths For Me“ (2008) vor. Wie sein Debütalbum war auch „The Awakening“ nach kurzer Zeit an die Spitze der britischen Album-Charts gestürmt. Wer in die CD reinhört, weiß warum. Dem ein oder anderen mag Morrison etwas zu weich, vielleicht gar weichgespült klingen, doch es ist die Stimme des 28-jährigen Briten, die überzeugt. Sie trägt in Balladen genauso wie in etwas rockigeren Stücken. Und noch etwas spricht dagegen, dass wir es bei „The Awakening“ mit einem seichten Pop-Album zu tun haben: Morrisons Texte sind alles andere als oberflächlich. Im Gegenteil, sie zeugen von einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den Menschen.

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James Morrison: The Awakening. Quelle: Universal Music

Die Single-Auskopplung „I Won’t Let You Go“ ist eine melodische Ballade, die an den Bruce Springsteen der achtziger Jahre, insbesondere einige Stücke seines Albums „Born In The USA“ erinnert. Das Stück lebt in ganz besonderer Weise von Morrisons Gesang. Ebenfalls hitverdächtig ist „6 Weeks“, auf dem Album an zweiter Stelle direkt vor „I Won’t Let You Go“ platziert. Das Stück mit dem kurzen Refrain wurde als Single ausgekoppelt, schaffte es in Österreich auf Platz eins der Single-Charts (Deutschland: Platz elf).

Der Titelsong „The Awakening“, auf dem Album an zehnter Stelle, lebt wieder ganz von Morrisons Stimme, der sich hier erlaubt, mit ihr ein wenig zu spielen. Das Stück ist vergleichsweise schnell. Ganz anders der folgende Song: „Right By Your Side“ ist eine ruhige, langsame Ballade, die fast komplett auf begleitende Instrumente verzichtet. Die restlichen Stücke sind fast allesamt sehr stimmig und melodisch. Zwei Ausnahmen gibt es: Einmal „Slave To The Music“, ein Lied, das vom Beat und vom Rhythmus lebt. Schneller als der Rest der CD. Und der dreizehnte und letzte Titel des Albums, „All Around The World“, bei dem Morrison sich an seiner eher bluesigen Seite versucht.

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Über Frank Behrens

Frank Behrens arbeitet als freier Journalist in der Nähe von Hamburg. Noten kann er keine lesen, aber Musik hören. Am liebsten Rock und Blues.