Extramensch - II

Gewinnwarnung

Na, verklickt? Die Rezensionen zum neuen Album von The xx stehen woanders. Hier geht es fünf Jahre nach seinem Debüt um das Zweitwerk II (Danse Macabre/Alive) eines Bandprojekts, dessen gewagte Zusammensetzung durchaus Rückschlüsse auf den nicht minder riskante angegangenen Output zulässt. Nur soviel vorweg: Vorschnelle Urteile sollten klugerweise entfallen, noch bevor sie gefällt werden.

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Extramensch: "II" (Danse Macabre/Alive)

Extramensch: „II“ (Danse Macabre/Alive)

Wenn nominell Megavier (Basser Andi Wilda), Westbam & Ich+Ich (Drummer Martin „Dog“ Kessler), Requiem (Roland Jacob, Gitarre) und Pale Moon-Vokalist Dave Scrag aufeinandertreffen, um gemeinsam noch seltenst befahrene Seitenarme des Dark (Wave-Goth) Rock zu erkunden, vermögen die Song gewordenen Reise-Souvenirs nicht unbedingt den mit Standardware konditionierten Nerv zu treffen. Und das nicht nur dann, wenn sich der Chansonnier Dave Scrag mitunter eine Idee zu sehr bemüht, den affekt-gebremsten Shouter zu geben.

Doch wehe dem, der angesichts der gewöhnungsbedürftigen Konstellation verfrüht die Segel streicht. Versäumt er es doch, sich ein Album unter die Ganglien zu nageln, dass spätestens beim dritten oder vierten Nachgang seine exorbitanten Qualitäten offenbart. Die ins Feld geführten Vergleiche mit Paradise Lost (wohl am ehesten zu Host-Zeiten), Tiamat (nach Art von Wildhoney) und Pink Turns Blue (á l‘Aerdt) durchaus rechtfertigend, gelingen Tracks mit rechtschaffender Schwere, produktionstechnischer Finesse und impulsivem Zugriff. Mit dem zehnminütigen, an beste Noise-Traditionen anknüpfenden Whorehouse als ultimativem Alptraumfänger.

Matter Of The Heart:
youtube.com/watch?v=P8NRqwg6o_M

extramensch.com
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