Kairon; IRSE! - Ruination

Restrotz an Delir

Sie laden ins Wechselbad der ubiquitären Gefühle: Kairon; IRSE!, mit Ruination (Svart/Cargo), dem Nachfolger des noch als wirr zu klassifizierendem Debüts Ujubasajuba. Verschrobenheit sei eine Zier. Diese mutwillig abwerfend, erfreuen sich die Finnen um Dimitry Melet einer Melange aus Psych und Gaze, die ihresgleichen wohl nur auf Trabanten zu finden vermag.

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Kairon; IRSE!: "Ruination" (Svart/Cargo)

Kairon; IRSE!: „Ruination“ (Svart/Cargo)

Dabei ist Stimmigkeit Programm: Kairon; IRSE! gehen neuerdings Wege, vor denen Herzinsuffizienzen ansonsten Halt machen. Black Sabbath vögeln Slowdive, oder so. In dem von Doug Ingle gegründeten Swingerclub wird jedenfalls schon mal tüchtig Beifall geklatscht, nicht geheuchelt. Für jeden einzelnen der insgesamt sex gewordenen Augenzwinkereien zwischen Tradition und Post-Moderne auf einem Album mit ausgesprochener Dauerlutscher-Qualität.

Besonders schön daran: Die ins Feld geführte Enteignung von vielfach viel zu lieb gewonnenen Sidekicks, an denen man Epigonentum abfeilen könnte. Denn bei allem Vertrauen auf lang getragene Haare erweist sich Ruination als eine schwungvoll epillierte Wundertüte. Als eine Blase, die platzt und knallt – wenn man sie auch nur zu streicheln gedenkt. Gebrechliches Langläufertum dankt mit einem Restrotz an Delir und weithin unangefochtener Anmaßung. Well done.

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kaironirse.bandcamp.com

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