Streams Of Blood - Allgegenwärtig

Wider das Hin und Wieder

Drohte dem fränkisch-hessischen Black Metal Konsortium auf seinem Vorgänger Ultimate Destination der erzene Faden vor lauter (wenn auch gerechterweise gepiesackten) Fremdeinflüssen ab und an zu zerbröseln, haben sie auf ihrem Drittwerk Allgegenwärtig (Folter Records/Alive, ab 25. Februar) keine Gelegenheit ausgelassen, um im Sinne einer widerspruchsfreien Machtdemonstration den Stellenwert der Eigenständigkeit zu untermauern. Und um den Beweis zu erbringen, dass ihr angestammtes Genre am besten genau jenen Druck und jenes Tempo verabreicht bekommen sollte, den es benötigt, um jeglichem Anflug von Stagnation den Garaus zu machen.

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Streams Of Blood: "Allgegenwärtig" (Folter Records/Alive)

Streams Of Blood: „Allgegenwärtig“ (Folter Records/Alive)

Dank einer profund durchdachten Organisation sämtlicher Streitkräfte manifestiert sich auf Allgegenwärtig eine amtlich mattschwarz glühende Vitalkraft aus Enthemmung und Disziplin. Oder, ohne Palaver und dafür ex negativo: Was zahllose Pillendreher im Segment vermissen lassen (weil sie – ohne es selbst zu bemerken – außer an Längen mit so ziemlich allem geizen, was den Arsch zum Nacken macht), findet sich auf diesem Album zuhauf. Und Streams Of Blood wissen nur zu genau, wie sich dem Schorf der Eiterrahm wieder und wieder entlocken lässt.

So wird auf Allgegenwärtig einerseits hartherzig auf die Blast-Tube gedrückt, andererseits simultan das melodische Gespür für die gezielte und somit imperativ packende Ansprache niedrigster Instinkte auf die volle Distanz aufrecht erhalten. Aggression ohne Einfalt, Genuss ohne Reue.

Release Party (mit u.a. Angel Corpse & The Committee)
25.02. Berlin (Nuke Club)

27.02. Klingenberg (Chapeau)
11.04. Mörlenbach (Live Music Hall Weiher // Inquisition)
29.06. / 01.07. Helenenau b. Berlin (Under The Black Sun)

streamsofblood.com
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