Exquirla - Para Quienes Aún Viven

Postflamencorock

Wenn sich mit Toundra eine der profiliertesten spanischen Atmospheric Metal/Postrock-Bands darauf einlässt, mit einem Flamenco-Sänger wie Niño de Elche (alias Francisco Contreras) gemeinsame Sache zu machen, kann das gelungene Ergebnis wohl kaum anders klingen als auf Para Quienes Aún Viven (Superball Music/Sony Music, ab Freitag), dem ersten Album des iberischen Mergers Exquirla: Ausschweifend emotional und derart leidenschaftlich, dass man davor warnen müsste. Wenn es nicht so stimmig und somit unwiderstehlich ergreifend wäre.

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Exquirla: "Para Quienes Aún Viven" (Superball Music/Sony Music)

Exquirla: „Para Quienes Aún Viven“ (Superball Music/Sony Music)

Sicher, wer beim Gedanken an Flamenco-Gesang nur überzogen pathetisches Gejaule zu vernehmen meint, kann sich Para Quienes Aún Viven getrost sparen. Fans der zuvor rein instrumental zu Werke gegangenen Toundra sollten indes das Wagnis eingehen – und den traditionell inbrünstigen Cante jondo eines jungen Meisters seines Fachs als eine Bereicherung begrüßen, die sich hervorragend mit der alternierend aufwiegelnden oder beschwichtigenden Dramaturgie der Songstrukturen vereinbaren lässt.

Insbesondere die fünf auf Para Quienes Aún Viven vertretenen Longtracks machen hinsichtlich ihrer stofflich verwobenen Kombinationen aus emphatischer Klage und euphorischer Vitalität keine Gefangenen. Jegliche Zurückhaltung des Ausdrucks hat hier ausgedient. Auf Basis einer melodisch mitreißenden Abfolge von Crescendi zählt nur noch unbedingte Hingabe – an die absolute Intensität jener kontrollierten Ausbrüche, die das Album en masse bereithält.

Destruidnos Juntos (Lyrik Video):
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