Berlin, Privatclub (19.02.) & Köln, Blue Shell (20.02.)

Duke Garwood bittet in den Aschengarten

Ziemlich exakt zwei Jahre nach dem mit Kritikerlob überschütteten und endlich auch von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommenen Album Heavy Love, setzt der britische Blues-Erneuerer Duke Garwood mit Garden Of Ashes (Heavenly/[PIAS] Coop/Rough Trade) seine mit einem Höchstmaß an Authentizität versehenen Überhöhungen alltäglicher Zerrüttung fort. Mit Wut im Bauch und Feuer im Herzen wird er auch anlässlich seiner beiden Deutschland-Gigs erhabene Stadien der Entrückung evozieren, die – mit purem Gefühl und fundierter Weltkenntnis versehen – nicht zuletzt für die sich anschließende Rückkehr ins Alltägliche stärken.

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Duke Garwood: "Garden Of Ashes" (Heavenly/[PIAS] Coop/Rough Trade)

Duke Garwood: „Garden Of Ashes“ (Heavenly/[PIAS] Coop/Rough Trade)

Angesichts seiner einzigartigen Versiertheit in sämtlichen relevanten Disziplinen eines modernen Blues-Verständnisses tut es nicht Not, immer wieder die enge Verbundenheit mit Mark Lanegan (Black Pudding) zu betonen, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit auf Duke Garwood zu lenken. Schließlich verbindet er auf seine ganz eigene Manier gleichermaßen tradierte Versatzstücke und lyrische Modernismen zu einem autonomen Stil, der den Begriff „Persönlichkeit“ endlich rehabilitiert.

Ja, der Mann ist weit gereist. Und dabei Freund Hein des öfteren so gerade eben noch von der Schippe gesprungen. Aber selbst diese biographischen Fakten vermögen nicht grundlegend zu erklären, warum seine bedächtige, oftmals gar als zärtlich zu bezeichnende Raubeinigkeit einen solch berückenden Durchsatz im musikalischen Ausdruck findet. Das brodelnde Innere zwingt den Dreck nach außen.

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