Vokalensemble Marienhain hat dies Jahr viel vor

Vechta. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Vokalensemble Marienhain Vechta ein Rundfunkkonzert gesungen. In diesem Jahr gibt es nicht nur eine Aufnahme, sondern eine TV-Live-Sendung: Der Chor singt beim Fernsehgottesdienst am Pfingstmontag, 20. Mai, in der Mühlener St. Bonaventura Kirche. Aufgezeichnet wird vom NDR, gesendet ab 10.30 Uhr live in der ARD. „Angesprochen hat uns Regionalkantor Stefan Decker“, erzählt Chorleiter Robert Eilers. Und da habe man gerne zugesagt. Stefan Decker wird das Konzert auch an der Orgel begleiten. Außerdem werden Mitglieder des Kammerorchesters L’Arco aus Hannover spielen. „Ob ein Streichquartett kommt oder ein Streichorchester hängt aber noch vom Sponsoring ab“, so Eilers.

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Der jüdische Chor Braca Baruh und das Vokalensemble Marienhain haben im vergangenen Oktober ein gemeinsames Konzert in der Synagoge in Novi Sad gesungen. Foto: Tajdel

Der jüdische Chor Braca Baruh und das Vokalensemble Marienhain haben im vergangenen Oktober ein gemeinsames Konzert in der Synagoge in Novi Sad gesungen. Foto: Tajdel

Aufgeführt wird voraussichtlich eine gekürzte Version von Joseph Haydns „Missa Brevis Sancti Johannis de Deo“. Dazu unterstützt der Chor die Gemeinde etwa bei Taizé-Gesängen und anderen Kirchenliedern. Da es sich um einen Gemeindegottesdienst handelt, sollten Interessenten frühzeitig erscheinen.

Vom 1. bis zum 4. August steht für den Chor ein weiterer Jahres-Höhepunkt an: der Gegenbesuch des jüdischen Chores Braca Baruh aus Belgrad. Im vergangenen Oktober hatte man im Zuge eines Choraustausches das jüdische Ensemble in Belgrad besucht. Neben einem Empfang der Stadt Vechta und einem Gedenken mit einem gemeinsamen Lied an der Gedenkstätte an der Juttastraße gibt es für die Chöre etwa am 3. August um 19 Uhr unter den beiden Chorleitern Stefan Zekic und Robert Eilers ein gemeinschaftliches Konzert im Rathaus.

Die Reise des Belgrader Chores ist nur auf Einladung des Vokalensembles Marienhain möglich, das die Reisekosten übernommen hat. „Die finanziellen Verhältnisse der meisten Belgrader Chormitglieder hätten einen Gegenbesuch unmöglich gemacht“, sagt Robert Eilers. Daran solle die Chorfreundschaft aber nicht scheitern, so der Chorleiter.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Konzert „Himmelsklänge“ am 27. Oktober um 17 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche Marienhain. Gespielt werden Haydns „Nikolaimesse“, Mendelssohn-Bartholdys „Der 95. Psalm“ sowie Mozarts „Regina coeli“. Der Chor konnte für die Solo-Partien wieder die herausragenden Solisten Marcus Ullmann (Tenor) und Claudia Reinhard (Sopran) gewinnen. Unterstützt werden sie von Sopranistin Steffi Isenberg aus Damme sowie Bariton Martin Schneider aus Vechta.

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Über Marie-Chantal Tajdel

Über Marie-Chantal Tajdel: Freie Journalistin/Autorin. Tätig für verschiedene Tages- und Wochenzeitungen in Norddeutschland. Vorlieben: Querbeet von Klassik und Barock über Oper und Chormusik bis zu Alternative, Punk Rock und Metall - nur handgemacht muss die Musik sein. Außerdem eine Liebe zu Kunst, Literatur, Theater - und fürs Segeln.