Hater - You Tried

Bitte nicht sticheln

Der Bandname mag als eine Art generische Finte verstanden werden, doch erweckt die junge Band aus Malmö auf ihrem Debütalbum You Tried (PNKSLM Recordings/H’ART) nicht den Eindruck, als wolle sie durch ironische Brechungen auf sich aufmerksam machen. Vielmehr fächern Hater unter Federführung der – im Hinblick auf den eigenen Stimmumfang – recht mutig agierenden Caroline Landahl ein Kaleidoskop des melodisch gezuckerten Indie Pop auf, das jegliche Form der Unschuldsvermutung bestätigt.

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Hater: " You Tried" (PNKSLM Recordings/H'ART)

Hater: “ You Tried“ (PNKSLM Recordings/H’ART)

Ein bisschen Twang, ein wenig Twee – mag alles sein. Vor allem aber schlägt sich ein frühreifes Gespür für Catchiness mit sofortiger Wirkung auf die Habenseite. Vorahnungen kommenden Heuschnupfens werden ebenso aktiviert wie jene Erinnerungsmomente, die mit leicht verträglicher Wirkung vergangene Jugendsommer ins Gedächtnis rufen.

Selbst wenn es bei dem charakteristisch hervorstechenden Heavy Hearts oder dem forsch angepunkten Stay Gold zunächst den Anschein nehmen will, als solle dort der friedvollen Freude der Eierkuchen stibitzt werden, erweist sich die Stimulation erhöhter Pulsfrequenzen als blinder Alarm. Denn auch hier gelingt es Hater auf beeindruckend souveräne Weise, Gemütsschmeichler zu kreieren, die einen sicheren Unterschlupf vor den Unannehmlichkeiten nordisch-kühler Sommerfrische bieten: Gitarrensounds und Songs wie Mückensalbe, präventiv statt kurativ.

facebook.com/haterrmusic

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