Hyenas - Deadweights

Dreck um Deeskalation

Was am Debüt-Kurzalbum der Nürnberger Krachmacher Hyenas vor allem imponiert, ist seine Art, das Karge sowohl mit dem mal schnodderig, mal präzise gestreuten Wutstau zu kreuzen, der an sämtlichen Ventilen kratzt, ohne sie auch nur für einen befreienden Moment zu öffnen. Deadweights (Pelagic Records/Cargo) macht also keine Scherze. Und noch weniger Gefangene in den Verliesen der ohnehin Weggesperrten. Ziemlich fies, entschieden gut.

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Hyenas: "Deadweights" (Pelagic Records/Cargo)

Hyenas: „Deadweights“ (Pelagic Records/Cargo)

Es rattert, knarzt und knallt – um ein borstiges Haar schon vergeblich – wenn Hyenas ihr Reißwerk verrichten. Die kurzteilige Akkumulation von HC, Sludge und mühsam (halbwegs) kontrollierten Noise-Ausbrüchen schert sich einen Dreck um Deeskalation. Wie auf der Lauer, dabei jedoch innerlich um sich selbst kreisend, ständig fauchend (also eine Selbstgefährdung in Kauf nehmend), wird der observierte Verwesungsprozess sämtlicher Mitleidsgesten intoniert. Um die Kadaver anschließend, aus der Deckung hervortretend, genau – streng filetiert zu servieren.

Diese Art einer überstrapaziert fleischlichen Annäherung mag der knochigen Ansprache eines Albums geschuldet sein, dessen kühn kalkulierte Reize Reaktionen provozieren, denen es wiederum obliegt, reflexartiges Wohlwollen als Eingeständnis der Zurechnungsfähigkeit zu entlarven. Stück für Stück, ad absurdum.

Self-Adjusting:
youtube.com/watch?v=1Gn_UnvftR8

10.03. Frankfurt/Main (Elfer)
11.03. Lüdenscheid (AJZ)
12.03. Bielefeld (AJZ)
13.03. Hannover (Stumpf)
14.03. Hamburg (Pooca Bar)
15.03. Leipzig (Atari)
16.03. Dresden (Club 11)
17.03. Nürnberg (Luise)
18.03. Karlsruhe (Die Stadtmitte)

hyenasband.com
facebook.com/hyenasband

 

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