Pulled Apart By Horses - The Haze

Beating the gallop

Auch auf ihrem vierten Album gehen dem flotten Vierer aus Leeds nicht gleich sämtliche Pferde durch. Zehn Tage im walisischen Bergland haben indes dazu genügt, um den auf Blood (2014) etwas lahmenden Bandgaul wieder gehörig auf Trab zu bringen. The Haze (Caroline/Universal) offenbart darüber hinaus zuvor eher im Verborgenen gebliebene Talente, vor allem im Hinblick auf die Erzeugung von dräuend dringlichen Stimmungen, die erstaunlich weit über die Maßgabe hinausgehen, einfach nur flott zu fetzen.

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Pulled Apart By Horses: "The Haze" (Caroline/Universal)

Pulled Apart By Horses: „The Haze“ (Caroline/Universal)

Erklären lässt sich diese für PABH neue Qualität am ehesten mit der Emanzipation von jenen nicht kaputt zu kriegenden Schemata, von denen Platten vergleichbaren Schlages immer wieder aufs Neue zehren. Wenn hier jemand ausschlägt, dann die Song-Parameter, derer sich Tom Hudson und Kollegen auf The Haze selbständig, bedienen – und somit der hart gerockten Phrasendrescherei Einhalt gebieten.

Kaum ein Song, der nicht über den ein oder anderen Widerhaken verfügte, an dem sich die Aufmerksamkeit nicht samt und sonders genüsslich aufhängen könnte. So sich indes in diesem genehmen Querulantentum eine mit der Zeit gewonnene Reife durchsetzt, sei nichtsdestotrotz und nachdrücklich verkündet, dass es vor allem diesen großzügig gestreuten Extras zu verdanken ist, wenn The Haze mit Abstand zum, genau, Schlagkräftigsten gehört, was die äußerlich so bekanntermaßen attraktiv Zerrissenen bisher verbrochen haben.

The Big What If:
youtube.com/watch?v=I1D5fDJB24c

 

11.04. Köln (MTC)
12.04. Hamburg (Hafenklang)
13.04. Berlin (Cassiopeia)

pulledapartbyhorses.com
facebook.com/pulledapartbyhorses
youtube.com/user/PABHVEVO

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