Meisterwerke der polnischen Musik XXXI

Jánczaks hohe Chorkunst

Es muss nicht immer Warschau oder Krakau sein, wenn es im Nachbarland Polen um den Erwerb exzellenter Voraussetzungen für eine Musikkarriere geht: Piotr Jánczak ist derzeit Dozent an der Akademie von Bydgoszcz, wo er selbst bei Janusz Stanecki Dirigieren und Musikpädagogik studiert und sich in der Chorleitung professionalisiert hatte. Diese Ausbildung brachte es mit sich, dass er heute einen Männer- und Kammerchor leitet und darüber hinaus im Städtchen Wyrzysk den Schulchor Canto, seit 2004 auch den Chor Ignacy Jan Paderewski in Szamocin. Sein Männerchor errang alleine mehr als dreißig Prämierungen bei internationalen und polnischen Wettbewerben.

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Der chorpädagogische Motor der klassischen Musikszenen in Polen ist Piotr Jánczak, Jahrgang 1972 (Ed. Choris Mundi).

Der chorpädagogische Motor der klassischen Musikszenen in Polen ist Piotr Jánczak, Jahrgang 1972 (Ed. Choris Mundi).

Aus den Erfahrungen als Chordirigent, nicht zuletzt auf Wettbewerben in Venedig, Rom, Riva del Garda, Neuchâtel, Bonn und Helsingborg, schöpfte er auch die Inspirationen für eigene Kompositionen auf dem Feld der Kirchenmusik. Seine Ambitionen gehen dabei über ein engeres konfessionelles Verständnis hinaus; nicht umsonst wurde er auch anlässlich des 21. Internationalen Festivals der Orthodoxen Liturgischen Musik in Białystok ausgezeichnet. Persönlich wurde Jánczak, der übrigens auch Pianist ist, wegen seiner musikpädagogischen Leistungen prämiert, unter anderem mit einer Medaille durch die Staatliche Pädagogische Kommission. Die Stadt Szamotuł ehrte ihn anlässlich ihres IV. Chorwettbewerbs mit dem Preis für den besten Dirigenten, 2012 kam das Verdienstkreuz in Bronze hinzu, das ihm Polens Präsident Komorowski persönlich überreichte.

An der Musikakademie von Bydgoszcz lehrt Piotr Jánczak Chordirigieren (Rysnal, 24.9.2011, CC-Liz.).

An der Musikakademie von Bydgoszcz lehrt Piotr Jánczak Chordirigieren (Rysnal, 24.9.2011, CC-Liz.).

Lieder und Chorkompositionen auf der Basis lateinischer Texte aus dem gesamten Spektrum von Messe und Requiem, unter anderem ein De profundis clamavi, sind fortlaufend in Noteneditionen mit Stimmauszügen bei der Edition Choris Mundi erschienen, darüber hinaus liegt beim Label Castigo seit 2015 sein Kyrie aus dem Jahr 2002 in einer Aufnahme mit dem 4×4 Frauenchor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg vor (B00PQE34UI).

 

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Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler in Erfurt, Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.