Teengirl Fantasy - 8AM

Fettreduziertes Chillen

Logan Takahashi und Nick Weiss widmen sich auf ihrem Nachfolger zu Tracer (2012) und der EP Thermal (2014) dem Stimmungsverlauf eines wohligen Deliriums. Die im Titel festgelegte Uhrzeit 8AM (Planet Mu) mag dabei lediglich als vager Hinweis auf die Umstände ein besonders geeigneten Einsatzes verstanden werden. Die entspannten Abstraktionen zwischen ausgebremsten Prä- und Post-Techno-Beats und flächiger Ereignisdichte funktionieren rund um die Uhr.

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Teengirl Fantasy: "8AM" (Planet Mu)

Teengirl Fantasy: „8AM“ (Planet Mu)

Die ersten Shisha-Bars öffnen ja hierzulande auch schon gegen acht in der Früh. Liefen dort Teengirl Fantasy, würde es sich anbieten, den Konterbier-Schoppen aus der Kneipe dorthin zu verlegen. Um statt dem streunenden Kater der ein oder anderen „Wellness“-Phantasie im Oberstübchen Einlass zu gewähren. Anhand von stellenweise geradezu einlullenden Soundscapes, die jedoch sehr verlässlich von – harmlosen – Deep House-Reminiszenzen durchzuckt werden, ohne gleich wachzurütteln.

Es ist eine gefügig praktikable Gebrauchsmusik: Gaukelt sie dem vorgeblich „aufmerksam“ zuhörenden Intellekt doch eine Beschäftigungsoption vor. Und täuscht somit die grauen Zellen in der Absicht, den Kalorienverbrauch anzuwerfen, damit der Chill kein Fett ansetzt. Wer sich derweil zum süßen Halbschlaf berufen fühlt, darf 8AM unbesorgt mit zum Kaffee-Tanztee am Nachmittag mitbringen: Es darf auch mal gestolpert werden.

Star-rise:
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