Im Dreamteam zur formvollendeten Renaissance, mit klarem Blick nach allen Seiten und in sämtliche Richtungen: Was Ex-Sonic Youth Thurston Moore & Steve Shelley auf Rock N Roll Consciousness (Caroline International/Universal) gemeinsam mit Deb Googe (Ex-My Bloody Valentine) am Bass veranstalten, untermauert mit ans Phantastische grenzender Souveränität und Lockerheit den nach wie vor zurecht genossenen Stellenwert der Indierock-Legende zu Lebzeiten.

Thurston Moore: "Rock N Roll Consciousness" (Caroline International/Sony Music)
Thurston Moore: „Rock N Roll Consciousness“ (Caroline International/Sony Music)

Fünf Tracks, volle Punktzahl. Und das, ohne zu weit auszuholen, ohne von jenem Pfad der gelinden Distortion abzuweichen, auf dem Thurston Moore seit jeher Charakterstärke bewiesen hat. Alles fügt sich: Gleichermaßen dezent wie prächtig geschichtet – aufbauend, abflauend, wieder anziehend – und dabei stets sonderbar songdienlich von Steve Shelley angeschoben. Mit Flow, Vibe und Beat opulent ausgestattet, indes die Versuchungen einer allzu verschwenderischen Ökonomie scheuend, wie den Gedanken an eine Sonic Youth-Reunion.

Dramaturgisch fesselnd, in der Verlaufsform vereinnahmend, Pointen ungezwungen (wie von selbst) aneinanderreihend, der gesangliche Beitrag sowohl diffus als auch verbindlich: Allein wer von Thurston Moore erneut die Hingabe zum Experiment erwartet, könnte mit dem sich hier äußernden Bewusstsein hadern. Ansonsten sollten die üblichen Erwartungen mit Rock N Roll Consciousness auch fürderhin ans nahezu Unermessliche rühren.

18.06. Mannheim (Maifeld Derby)
20.06. Hamburg (Knust)
21.06. Köln (Stadtgarten)
30.06. München (Strom)
04.07. Dresden (Beatpol)

thurstonmoore.com
facebook.com/ThurstonMooreOfficial

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