In ihrer Heimat – Boston, Massachusetts, New England – sind die seit 2009 gemeinsam musizierenden Tim Harrington und Paul Wright längst etabliert. Dass die beiden bei ihrem Run auf das internationale Geschäft nichts überstürzen, untermauert nun Neptune (Masterworks/Sony Music), der Nachfolger ihres Debütalbums Man Of Stone. Denn Tall Heights brillieren anhand eines hochfein ausgeklügelten und mit glasklar intonierten Harmoniegesängen ausgestatteten Singer/Songwriter Dream Pop, dem man die Zeit seines Heranreifens nur allzu gerne anhört.

Tall Heights:  "Neptune" (Masterworks/Sony Music)
Tall Heights: „Neptune“ (Masterworks/Sony Music)

Entspannt entrückte Schwelgerei par excellence: Das von zum Teil voluminös aufgeladenen Electroflächen begleitete Zweitwerk verrät kaum noch die ehemaligen Straßenmusiker. Vielmehr scheint das einst noch recht rohe und unmittelbare Soundverständnis des Duos einer vollmundigen Ausstattungsanmutung gewichen zu sein, die jedoch die Songs sowie deren eigentlichen Vortrag eher umgarnt und tailliert anstatt sie und ihn unsachgemäß zu dominieren.

Mit dem Welten eröffnenden Spirit Cold, dem dräuenden Infrared oder dem vom Cello getragenen (und bereits zuvor ausgekoppelten) River Wider stecken Tall Heights die Bandbreite ihres verführerischen Wohlklangs ab. Im Juni auch auf deutschen Festivalbühnen.

17.06. Mannheim (Maifeld Derby)
23.06. Neuhausen (Southside Festival)
24.06. Scheeßel (Hurricane Festival)

Two Blue Eyes (Audiotree Live 2/5):
youtube.com/watch?v=k1iJrg2el24

tallheights.com
facebook.com/tallh

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert