Day Wave - The Days We Had

Die Boards gewienert, gestern vielleicht, im Dorf am Meer

Das also soll Surfpop sein?! Mag sein. Doch was Jackson Phillips auf The Days We Had (Harvest/Caroline) zelebriert, ist so viel mehr als „nur“ die Schattierung eines Lebensgefühls, das sich sämtlicher Last enthoben wähnt. Shoegaze, Postrock, Dark Wave Electrionica – das alles (und mehr) birgt sich in seiner Scheibe, der man, spätestens an einem unbestimmten Punkt des Tagesverlaufs, unweigerlich erliegt.

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Day Wave: "The Days We Had" (Harvest/Caroline)

Day Wave: „The Days We Had“ (Harvest/Caroline)

On Your Side, bei weitem noch nicht einmal ein herausragender Song des Albums, bringt es knapp auf den Punkt, was seine Qualität im Ganzen umschreibt: Es setzt mit jener Realitäten durchwürfelnden Gitarren/Synth-Verschwurbelung ein, die einst God Is An Astronaut ins Gewissen schmuggelten, nur um Sekunden später in einen Jingle-Jangle zu verfallen, der sich alsbald wieder fängt. Fast so schön wie Delay Trees.

Die wiederum, bei dem folgenden Bring You Down, noch deutlicher als Referenz zu vernehmen sind. So sich nicht The Church aufdrängt, die Day Wave alias Jackson Phillips beflissen locker im Dorf lässt. In einem Dorf, wo ungehemmte Melodik anhand von The Days We Had die großen und kleinen Alltagssorgen mit einem Aufruf zur See, zum Surfen mitunter, beilegt. Oder, im Sinne des im Albumtitel gewählten Tempus, beizulegen pflegte. Saudade.

15.05. Hamburg (Molotow)
16.05. Berlin (Musik & Frieden)

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