Phallus Dei - Black Dawn

Heilige Pimmelei

So sich das Projekt um Oliver St. Lingam seit der dreisten Death In June-Kopie anno 1991 – Pontifex Maximus – den Ruch des Plagiats einhandelte, vermochte sich die Bildfläche der äußeren Wahrnehmung nicht mehr so recht auf scharf zu stellen. Zwei Päpste später erweist sich Black Dawn (Dark Vinyl) als ein Album, das letztlich – und nicht zuletzt – den Projektnamen rechtfertigt.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Phallus Dei: "Black Dawn" (Dark Vinyl)

Phallus Dei: „Black Dawn“ (Dark Vinyl)

Gott erschuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Darum sind alle Schwänze göttlich. Und schön. Vor allem, wenn sie von Musikern wie Jacqueline Hamelink, Peter Brötzmann, Niels van Hoorn oder Merzbow mitgestaltet werden. Schließlich dient ihre Teilnahme der – an sich – schon großartig auftrumpfenden Klasse eines Albums namens Black Dawn.

Auch einem Namen eines Albums, den man (und die „ohne, aber mit noch etwas viel Schönerem Ausgestatteten“ auch) getrost ernst nehmen darf (und dürfen). Aber in welch verführerischer Diktion?! Sämtliche juvenile Möchtegern-Härten sind verschwunden. Geblieben ist der Sinn für dasjenige, vor dem sich zu fürchten nur insofern lohnt, als der Gang zum Schafott nicht in Freude und wissender Zuversicht angegangen wird.

Ein Track wie Corpus ergeht sich eben nicht nur in Genitalien. Wiewohl in ihnen alles Glück und Elend dieser Welt säuberlich geborgen sind. Nein. Selbst hypertrophierte Schwanzrivalinnen sollten sich dem Genuss von Black Dawn nicht entziehen. Weil geil. Jesus und Maria. Glanz und Gloria. Tünnes und Schäl.

phallusdei.net
darkvinyl.com

dense.de

 

PS.: Auch bei Facebook? Dann werde Fan von amusio!