Ausgabe Frühsommer 2017

Die kleine Plattenschau

Muten die im Folgenden vorgestellten Scheiben eher düster an? So mag dies nur, einzig und allein, jenen Eklipsen geschuldet sein, die von der profanen Jahreszeit nun einmal fest- und fortgeschrieben werden. Bevor sich also euer Team – in den Sommer aufmacht, sich Dank der so zahlreich gewährten Klicks – in den – von uns aus gesehenen – Winter begibt (erst Australien, dann Südafrika, anschließend Mexiko und Argentinien) – noch ein paar Hinweise auf brennend neue Veröffentlichungen, die somit dito sommerlich fröhlich empfohlen seien. Wenn an diesem Beitrag etwas nicht „stimmt“, dann diese Einstimmung.

Neues Erlebnis bei der Organisation Deiner Musikschule

Ride: "Weather Diaries" (PIAS)

Ride: „Weather Diaries“ (PIAS)

Los geht es mit Ride, ja genau – mit denen! Auf „Weather Diaries“ (PIAS) schmuggelt die Band ihre seit jeher vorhandene Fähigkeit zur Katalyse sofort ins Epizentrum des Daseins. Siehe da: Ride schämen sich nicht mehr ihrer Schönheit. Von „reptilischer Ambition“ kündet die Presse-Mitteilung. Mich lassen ihre meteorologischen Tagebücher eher an Kolibris im Frühsommer denken. Und zwar genau um 3:55 – pm.

Im Sinne der musikalisch fundierten Allgemeinbildung agiert The Snatcher auf seinem Debüt „Vorhang auf und Bühne frei“ (Eigenvertrieb) – ähnlich fuchsschlau.

The Snatcher: "Bühne auf, Vorhang frei" (Eigenvertrieb)

The Snatcher: „Bühne auf, Vorhang frei“ (Eigenvertrieb)

Jeder Track ein Kracher, jede Melodie Verführung pur. Jede Sentenz fernab von unverbindlicher Laberei. Sollte sich der „Alice Cooper der gepflegten Club-Alleinunterhaltung“ aus der Nähe von Köln dazu hinab lassen, nicht nur das Rheinland beim kommenden ESC zu vertreten? Nur zu.

Macht euch zu Puppen seiner selbst. Er weiß euch zu bespielen. Irgendwo zwischen Aggro-Electro und Chanson. Folgeschaden: Wunden lecken. Des Spielers Fäden im Genick.

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