Ruined Conflict – Triumphant

Spezialitätenküche

Der Antecessor A Voice For The Voiceless erhielt nur geteilten Applaus: Die mit aggressiven Gitarren gespickte Future Pop Variante, zudem noch mit sehr eindeutig als politisch meinungsbildend zu wertenden Lyrics, konnte speziell die Electro-Puristen nicht so recht überzeugen. So besinnt sich Mastermind Xavier Morales auf Triumphant auf sortenreine Tugenden (Infacted Recordings/Soulfood), die der Kernzielgruppe Freudentränen ins Jackett unterzujubeln gedenkt.

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Ruined Conflict: "Triumphant" (Infacted Recordings/Soulfood)

Ruined Conflict: „Triumphant“ (Infacted Recordings/Soulfood)

Das ist gut und schön, zumal es der Mann aus Cleveland nicht unterlassen kann, augenzwinkernde Spezialitäten in seinen Sound einzuflechten, die der ganzen Chose erst den rechten Schmiss verleihen. So etwa die Western/Twang Allüren bei Reflection oder die galligen Martial Industrial Verweise, mit dem Divide And Conquer einsteigt, um anschließend in ein wie aus dem Ei gepelltes Lehrstück in eigener Sache zu münden.

Weiterhin auffällig die profunde Einbindung von Analogismen, die klingen, als hätten sich Tangerine Dream neu formiert, um endlich und komplett auf Eingängig- und Tanzbarkeit zu setzen (Endless Motion). Hübsche Melodien schüttelt Xavier Morales ohnehin wie Schuppen aus Augen und Ärmeln. Nur wurden sie von ihm noch nie so derart verführerisch schlüssig aufbereitet, wie auf Triumphant. Da hat mal jemand den richtigen Albumtitel gewählt! Garantiert ohne Gitarre, so die stimmliche Ähnlichkeit zu David Draiman (Disturbed) – man höre Mainstream Corruption – auch fast schon wieder den Ruf nach Sechs- bis Zwölfsaitern laut werden lässt. Beinahe.

Taken:
youtube.com/watch?v=ikFzPg5AyZc

ruinedconflict.com
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