XIII. Amphi Festival Previews (4)

Interview mit Patrick Blümel (Holygram)

Holygram (Yves Christelsohn)

Holygram (Yves Christelsohn)

amusio: „Zumal im Hinblick auf Holygram beim Amphi vermutlich die meisten Besucher gar nicht wissen, dass ihr aus Köln kommt…“

Patrick Blümel: „Da dürftest du recht haben. Wie schon vor ein paar Wochen auf dem WGT. Da sind wir nach unserem Konzert im Publikum auf Kölner gestoßen, die ganz überrascht waren, als sie herausfanden, dass wir aus derselben Stadt stammen.“

amusio: „Offenbar habt ihr dort das Alte Landratsamt ordentlich gerockt…“

Patrick Blümel: „Ja, das war auch eine tolle Show! In gewisser Weise unsere erste größere Szene-Veranstaltung. Ach, was sage ich? Es war unser bis dato größtes Konzert überhaupt. Aber auch zwei Wochen später war unser Gig auf dem Maifeld Derby in Mannheim ausgesprochen gut frequentiert. Diesmal jedoch vor einem hinsichtlich seiner musikalischen Vorlieben eher breit gestreuten Publikum. Insgesamt also zwei überaus wertvolle Erfahrungen.“

amusio: „Sind die jeweiligen Reaktionen gravierend voneinander abgewichen?“

Patrick Blümel: „Als allzu unterschiedlich haben wir sie tatsächlich nicht empfunden. Aber dazu muss ich auch sagen, dass wir die Fülle an Reaktionen auf der Bühne nur bedingt mitbekommen. Das mag auch an dem von uns gerne reichlich eingesetzten Nebel herrühren. In Mannheim spielten wir in einem Zelt, wo fast nicht mehr die Hand vor den Augen zu sehen war. Es wurde anschließend darüber spekuliert, ob wir überhaupt einen Drummer dabeigehabt hätten (lacht).“

amusio: „Doch spätestens am Applaus lässt sich der Zuspruch bemessen, oder?“

Patrick Blümel: „Das stimmt. Der ist auf dem WGT geradezu wahnsinnig ausgefallen. Aber in Mannheim war er kaum magerer. Ich vermute, ein Unterschied zwischen einem Szenepublikum und einer grundsätzlich aufgeschlossen, heterogenen Zuhörerschaft mag sich daraus ergeben, dass in Leipzig die Leute verwöhnter und somit auch kritischer sind, wenn es um Dark Wave oder Post Punk geht. Auf dem Maifeld Derby herrscht dagegen vielfach die reine Neugierde. Wenn man auch ein solches Auditorium dann noch begeistern kann, ist das schon eine verdammt tolle Anerkennung.“

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