Ogive – Folds

Semper fi

 

Ogive: "Folds" (Room40)

Ogive: „Folds“ (Room40)

Wenn der erklärte Nicht-Musiker Chris Herbert zu Birmingham mit dem spanischen Laptop-Klangforscher Elías Merino als Ogive auf dem Album Folds (Room40) gemeinsamen Raubbau an Textur, Densität und auditiver Spanbildung betreiben, widersetzt sich das magische Moment der Unterstellung, längst überfischte, wenn nicht gar vollends erschöpfte Hydrokulturen am Leben erhalten zu wollen. Savent déjà versus Kontingenz? Keine Frage.

Das zufällig Aufgefundene, das unbewusst Gesuchte, das Momentum der Kollaboration: Auf Folds manifestiert es sich, wieder und wieder: Anders als in den Verwünschungen der finalen Ausformung, kommuniziert die eingefangene Verlaufsform Ahnungen von schier jenseitiger Qualität. Sakralmusik wider Willen, Borderline als Gesundbrunnen, Weisungsbefugnis im Zuge – anlässlich einer Veröffentlichung – statthaft grassierender Erzeugerfreundlichkeit.

Push comes to shove: Synapsen-Bildung, live und jenseits der Chromatik. Die wenigen verbliebenen Partikel aus zu dechiffrierenden Quellen weisen ihrer Fehlfunktion als Anhaltspunkt den aufrechten Weg: Semper fi. Oder, wie die Comsat Angels einst eine Werkschau benannten: Time Considered As A Helix Of Semi-Precious Stones. Selbst Diamanten werden zur Smaragdform geschliffen. Folds bleibt gleichfalls hochkarätig.

Iso3a:
vimeo.com/214780212

eliasmerino.com
facebook.com/Ogive-1081924905253071
room40.bandcamp.com/album/folds

dense.de

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