Mike Cooper – Raft

Desideratum ahoi

 

Mike Cooper: "Raft" (Room40)

Mike Cooper: „Raft“ (Room40)

Rayon Hula, Fratello Mare, White Shadows Of The South Seas – schon seit geraumer Zeit widmet sich die britische Blues-, Folk- und Impro-Legende Mike Cooper den klanglichen Gefilden „glücklicher“ Inseln des Südpazifik – sowie den Bedingungen ihrer Visitation. Auf Raft (Room40) verdankt er seine eskapistisch-materiellen Entwürfe jenen Inspirationen, die er berühmten Seglern wie William Walls und Vital Alsar verdankt.

Repetitiv tragend und träge fließend voran: Raft transportiert ein Lebensgefühl, das auch aus zweiter Hand zur Nachvollziehbarkeit drängt. Weder Film noch Literatur (von Crusoe bis Kracht) sind imstande, den vitalen Gedanken ans Einhandsegeln oder Einbaumfahren – von Insel zu Riff zu Insel – derart zu evozieren, wie dies die Ausflüge des Käpt’n Cooper vermögen. Nur dass sie aufgrund ihrer unterschwellig seriellen Qualität gar nimmer mehr ein Ende zu nehmen bräuchten.

Ähnlich wie einst die „Südsee Träume“ sogar einen Ricky King zur Ukulele haben greifen lassen, erkennt auch Mike Cooper die Sache mit der folkloristischen Authentizität als irrelevant an. Ob Didgeridoo oder Electronics, die entfernt danach klingen: Raft zielt nach Kräften aufs Gemüt. Und stärkt so für eine Fernreise namens Desiderat.

Raft 21 Guayaquil To Tully:
vimeo.com/213653647

facebook.com/mike.cooper.129142
emporium.room40.org

dense.de

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