Kedr Livanskiy - Ariadna

An seidenem Faden

Kedr Livanskiy: "Ariadna" (2MR)

Kedr Livanskiy: „Ariadna“ (2MR)

Volltreffer! Hante meets Reutoff: Voilá – Kedr Livanskiy alias Yana Kedrina mit ihrem Album Ariadna (2MR). Verzweiflung und Erhabenheit auf klar in Moll-Modulationen fokussierten Kiellinien, die keinen Widerspruch dulden, selbst wenn die Künstlerin selbst eine Zweiteilung reklamiert: Zunächst das Ich, dann die Umgebung. Erst das Fressen, dann die Moral.

Nein, das Cold Wave Setting mag zwar in sich stimmig sein, doch die Russin lässt, wenn auch scheinbar nur beiläufig, jede Menge an Wärme einfließen, die sich am Status quo bricht. Fast schon eine Spur zu schüchtern. Denkt man an die extrem expressiven neuen Alben von Weibern wie Zola Jesus oder Chelsea Wolfe.

Resignation vesus Aufbegehren, Einsicht versus Phantasie: Love & Cigarettes. Wer Kette raucht, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Nikotin zu Viagra wird. An humane Grundbedürfnisse rührend, entfaltet Kedr Livanskiy eine Welt ohne Wiederkehr. Auch wenn der Faden – unbeschadet – den Weg weist.

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