Dedekind Cut - The Expanding Domain

Endzeitkuscheln

Dedekind Cut: "The Expanding Domain" (Hollow Ground)

Dedekind Cut: „The Expanding Domain“ (Hollow Ground)

Auf The Expanding Domain (Hallow Ground) nimmt Fred Wilton Warmsley III, irgendwo zwischen New York, Seoul und Berlin, nur das Beste: Ambient, „Harsh“ Noise, Techno alter Schule. Aber Obacht! Anstatt die genannten Stilelemente brüsk in die Runde zu schmettern (und somit auf billige Effekte zu setzen), ziemt sich der Maestro einer eigentümlich undurchsichtigen Selbstbeschwichtigung, die den Reiz von The Expanding Domain maßgeblich ausmacht.

Dreiundzwanzig Minuten, die wir so schnell nicht wieder vergessen werden: Anmache, Andeutung, Verwerfung. Der Rundumschlag ergibt sich in der Summe. Fast schon skandalös, wie hier mit ausbaufähigen Ideen inflationär umgegangen wird. Und sich doch, und das ist Heil und Krux zugleich, der Trick mit der Reizüberflutung nicht verselbstständigen will. Das Album bleibt lesbar, trotz aller Verweigerung des Kalküls.

Also will The Expanding Domain die Angst nicht schüren. Sondern sie erträglich machen. Im Angesicht der permanent dräuenden Vernichtung zwingt sich Fred Wilton Warmsley III eine joviale Unbekümmertheit ab, die ermuntert, wo andere nur lähmen. Es darf sogar gekuschelt werden (Das Expanded, Untitled Riff).

hallowground.com/hg1704

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