Fading Tapes - Circles

Eine Ahnung vom Remis

Fading Tapes: "Circles" (Fluttery Records)

Fading Tapes: „Circles“ (Fluttery Records)

Nach ihrem über weite Strecken doch eher träge mäandernden Debüt Music From Attic legen Krzysztof Siwkowski (Gitarren, Synths) und Macin Lasek (Drums, Effekte) aus dem polnischen Szczytno mit dem Nachfolger Circles (Fluttery Records) eine gehörige Schippe an Schneid und Präzision zu. Das flächig Ambiente wird also von einer durchgängigen Rhythmisierung durchzogen, derweil der Sound – ausschließlich analog auf Band gezogen – ordentlich rau und stählern gehalten bleibt.

Fünf Tracks, fünf Kreise, fünf Lebenszyklen – so verklausuliert das Duo die aufeinander aufbauenden Konstrukte auf Circles, wobei der letzte Teil dem ganzen die Krone aufsetzt, indem mit ihm alles endet. Fürwahr. Drones und Scapes mit teils massiver Perkussion, ein sich permanent steigerndes Aufwallen sowie eine latente Vorahnung vom unausweichlichen Finale mit gelegentlichen Verzärtelungen (Circle 2) : Wie das Leben so spielt.

Fading Circles scheinen sehr genau verinnerlicht zu haben, was oder wen sie mit Circles vertonen. Ein Album zur inneren Einkehr. Mit schlotternden Knien. Das Match zwischen Bedrohung und Enthebung bleibt jedoch vorerst unentschieden.

flutteryrecords.com
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