VUUR - In This Moment We Are Free - Cities

Magisch massiv, massiv magisch

VUUR: "In This Moment We Are Free - Cities" (Inside Out/Sony Music)

VUUR: „In This Moment We Are Free – Cities“ (Inside Out/Sony Music)

Das stimmliche Vermögen der Anneke van Giersbergen an dieser Stelle hervorzuheben, sollte sich erübrigen. Mit deutlich höherem news value dürfte hingegen die Veröffentlichung von In This Moment We Are Free – Cities (Inside Out/Sony Music) gesegnet sein. Handelt es sich doch um die Rückkehr der Niederländerin zu ihren von Stromgitarren umgarnten Wurzeln, die einst mit The Gatering die schönsten Blüten sprießen ließen. Doch Obacht! Anneke van Giersbergens Vuur (dt. Feuer) geht ziemlich deftig zur Sache. Und brennt lichterloh. Ohne zu verbrennen.

Denn dieser herzhaft befeuerte Brand tut zunächst einmal dem unvergleichlichen Gesangsvortrag keinerlei Abbruch. Es scheint, als ob sich Anneke van Giersbergen mit Vuur einen Antipoden zu ihren akustisch zurückgenommenen Solowerken erschaffen hat, den sie mit Leib und Seele ausgestaltet. Vollkommen einwandfrei.

Wer meint, es müsse nun ein gewisses Aber folgen, der irrt. Aber gewaltig. Ungefähr so gewaltig, wie die neu formierte Band dem durchweg anspruchsvollen Songmaterial auf die Schliche kommt – und mit Vehemenz auf seine jeweiligen Spitzen treibt. Dass die Songs an sich Klasse haben, dürfte angesichts von Co-Autoren wie Mark Holcomb (Periphery), Esa Holopainen (Amorphis) oder Daniel Cardoso (Anathema) ohnehin kaum verwundern.

 VUUR: " In This Moment We Are Free - Cities" (Sony Music)

VUUR: “ In This Moment We Are Free – Cities“ (Sony Music)

Derweil entbehren die thematisch an Erinnerungen und Reflexionen ausgerichteten Inhalte, welche Anneke van Giersbergen an einzelnen Metropolen festmacht, jegliche Art der Überfrachtung. Trotz der im Detail gegebenen Komplexität erzeugen sämtliche Titel den Eindruck vollkommener Stringenz. In This Moment We Are Free – Cities ist schlicht mitreißend, mitunter gar erhebend. Positiv, auch im ganz profanen Sinne. Angeleitet und gekrönt von der unverbrüchlichen Magie, die Anneke van Giersbergen nun einmal verströmt. Unabhängig davon, wie massiv das (hochwertige) Drumherum auch ausfallen mag.

Vuur auf Tour mit Epica:
12.11. Berlin (Kesselhaus)
13.11. Hamburg (Markthalle)
14.11. Köln (Essigfabrik)
28.11. Stuttgart (LKA Longhorn)
29.11. München (Backstage)
01.12. CH-Pratteln (Z7)

My Champion – Berlin:
youtube.com/watch?v=gAwDw5zXtLI

vuur.band
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