Musik der Karibik XLVII

Guyanas Chutney-Mischung

Nach den Temperaturen in Georgetown sehnt sich momentan hierzulande sicher mancher: Auch heute liegen sie zwischen 24° und  28° Celsius. Nur eine Regenbrise weht von See herüber, die die Laune angesichts des morgen dort zu erwartenden klaren und sonnigen Wetters nicht wirklich trüben kann. Das heiße, ganzjährig anhaltende tropische Klima in einem Land nicht weit von der Nordostkante Südamerikas kann freilich nicht über die nicht durchwegs erfreuliche ökonomische Gesamtsituation hinwegtäuschen. Den weit verbreiteten Vorstellungen über Guyana entspricht eher, was 1978 Eddy Grant mit seinem Album Walking on Sunshine suggerierte …

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Zielona Ziemia na Wybrzeżu Atalanta: Widok z Georgetown, największego portu morskiego byłej brytyjskiej kolonii Gujany (GNU Free Doc. Lic.)

Dem Atlantik ebenso wie dem karibischen Meer zugewandt ist Guyanas grüne Küste, hier vom Seehafen Georgetown aus gesehen (GNU Free Doc. Lic.).

Der in Britisch-Guyana beheimatete gleichermaßen satirische wie lyrische Calypso hat seinen Ursprung im nicht weit entfernten Inselstaat Trinidad und Tobago, bildete aber seine eigene Tradition aus. Zu den Vaudeville- Aufführungen des Shanto werden ebenso die akustische Gitarre wie das Banjo und Handtrommeln gebraucht, der sowohl aus Elementen des Calypso als auch des jamaikanischen Mento besteht. Daneben sei der Skittel, eine in Guyana insbesondere zu Maskeraden verwendete Trommel mit Ziegenfell, erwähnt.

Seit 1838 entwickelte sich ähnlich wie in den „Szenen“ von Suriname und anderen südkaribischen Regionen ein indischer Musikstil, der auf die Ansiedlung von Vertragsarbeitern aus der britisch-indischen Kolonie zurückgeht, die wohl durch die schwache Infrastruktur des Landes veranlasst war.

Pracownicy z Indii od 1838 przyniósł bębny dholak z do Gujany gdzie grają większą rolę dzisiaj w Chutney Soca Mixturstil (Jasleen Kaur, USA, 13.11.2008, CC-Liz.).

Arbeiter aus Indien führten die längliche Trommel Dholak seit 1838 in Guyana ein, wo sie heute eine größere Rolle im Chutney-Soca spielt (Jasleen Kaur, USA, 13.11.2008, CC-Liz.).

In indo-karibischen Formationen herrschen Instrumente wie Tabla, Dholak und Dhantal vor. Die Vertreter dieser Volksgruppe in Guyana nutzen Hindi-Lyrik zur musikalischen Gestaltung des bedeutsamen Mashramani-Fests. Eine bunte Mischung entstand durch die Fusion des Soca aus Trinidad mit demjenigen von Suriname, zu dem das traditionelle indische Instrumentarium genutzt wird. Der Chutney selbst hat seine Wurzeln auf Trinidad und Tobago.

Max z jego singiel „Elektrycznej Alei” Eddy Grant pojechaliśmy do swoich wielkich przebojów od końca 1970 roku, w 2001 roku wielki sukces jednego z „naprawy” płyty CD On tylko przyszedł w 2017 roku ponownie w centrum uwagi (B00005K3VL).

Eddy Grant setzte seine Ende der 1970er Jahre begonnene Karriere 2001 erfolgreich mit seiner Maxi-Single ‚Electric Avenue‘ fort. 2017 rückte er mit seiner CD ‚Reparation‘ nochmals ins Rampenlicht (B00005K3VL).

 

 

Seit den 1970er Jahren dominieren Rock und Reggae die jungen Musikszenen des „Landes der vielen Flüsse“. In die USA ausgewanderte Musiker wie Ebanie aka KASEY mit seiner Single Heavyload von 1985 und Floydie Ranks mit Super Fresh aus dem Jahr 1992 machten sich zwischen 1980 und 2000 einen Namen. Prominenz erlangten weit über Guyana hinaus Sammy Baksh, Terry Gagaraj und El Sadiek mit den Sugar Cake Girls.

 

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Über Dr. Hanns-Peter Mederer

Kulturwissenschaftler in Erfurt, Studium der Literaturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Musikwissenschaft und Gräzistik vor allem an der Universität Hamburg, seither tätig im Verlagsgeschäft und in der Publizistik, besondere Interessensgebiete: Reisen und Musik verschiedener Länder.