Rosemary & Garlic - s/t // SYML - The Hurts EPs

Neues Jahr, zarte Art

SYML: "The Hurts EP" (Nettwerk/Warner ADA)

SYML: „The Hurts EP“ (Nettwerk/Warner ADA)

Mit zwei ausgesprochen sanft intonierten Veröffentlichungen startet das Nettwerk-Label (Warner/ADA) ins neue Musikjahr: Während das niederländische Duo Rosemary & Garlic auf seinem Debütalbum eine in sich geschlossene Klangreise in romantische Gefilde unternimmt, handelt es sich bei der ersten Full Length des Brian Fennel alias SYML um eine Compilation seiner bisherigen EPs, The Hurts EPs.

So ergeht sich der aus der Gegend um Seattle stammende Fennel ganz in jener Maxime, die sein Pseudonym beschreibt. Handelt sich doch bei SYML  um das walisische Wort für simpel. Doch so ruhig, klar und einfach strukturiert seine Songs über weite Strecken der Zusammenstellung auch aus den Speakern plätschern mögen, können sie ein schon jetzt gehobenes Niveau songwriterischer Eloquenz kaum verhehlen. Von SYMLs ungemein klar akzentuierter Stimme dynamisiert, entwickelt seine Tracks rasch jenen oft beschworenen Sog, der – in seinem Falle – in Sehnsucht, Bedauern und Hoffnung mündet.

Somit bereitet der junge Mann, der sich bald auch für drei intime Konzerte nach Deutschland begibt, ein Füllhorn der Emotionen, das sich weder anbiedert, noch mit allzu gewollter Reduktion und Redundanz langweilt. So natürlich auch nicht bei seinem bisherigen Top-Hit Where’s My Love, der allein auf Spotify bislang annähernd 80 (!) Millionen Mal gestreamt wurde. Und als Sync bereits für ein halbes Dutzend TV-Produktionen und Serien Verwendung fand. SYML könnte also, trotz seiner instrumentellen Zurückhaltung (Piano und dezente Electronics), ein gutes Stück Zukunft gehören. (Wer auf den Geschmack gekommen ist, darf ab 12. Januar gerne auch die Digital EP In My Body checken.

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