Brain Damage meets Harrison Stafford - Liberation Time

Bitte nicht stören

Brain Damage meets Harrison Stafford: "Liberation Time" (Jarring Effects/Broken Silence)

Brain Damage meets Harrison Stafford: „Liberation Time“ (Jarring Effects/Broken Silence)

Warnung und Empfehlung zugleich: Wer Martin Nathas alias Brain Damage mit seinen, sonnige Stimmungen eher verhagelnden Industrial-Dub-Exzessen identifiziert (und schätzt), sollte sich angesichts seiner Kollaboration mit Harrison Stafford (Groundation) darüber im Klaren sein, dass Liberation Time(Jarring Effects/Broken Silence, ab 26. Januar) astreinen Rootsreggae zelebriert – und geradezu nichts von jenem düsteren Treiben erahnen lässt, dem sich Brain Damage ansonsten verschrieben hat.

Es wäre reizvoll zu vernehmen gewesen, wenn es Brain Damage gelungen wäre, Harrison Stafford auf die dunkle Seite des Mondes zu ziehen. Doch diese Versuchung stand wohl überhaupt nicht zur Debatte. Vielmehr erweckt Liberation Time den Eindruck, als wolle der Franzose unter Beweis stellen, dass er dazu in der Lage ist, auch ein im besten Sinne konventionelles Reggae-Album atmosphärisch gültig auszugestalten.

Zweifelsohne ist ihm dieses Unterfangen gelungen. Zumal er in Harrison Stafford einen fachkundigen (und weiterhin aufstrebenden) Giganten seines Metiers einen Mitstreiter gefunden hat, dem authentischer Optimismus unüberhörbar in die Wiege gelegt ward. Dessen Fans dürfte anhand von Liberation Day uneingeschränktes Vergnügen widerfahren. Eben weil programmatische „Brain Damage“ vollkommen ausbleibt, – so man nicht dazu neigt, dem jamaikanischen Lifestyle pro toto zu unterstellen, zelebral-zerstörerische Folgen zu zeitigen.

brain-damage.fr
harrisonstafford.com
facebook.com/braindamagedub

 

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