Interview mit Florian Füntmann (Long Distance Calling)

Boundless On Tour

(Long Distance Calling)

(Long Distance Calling)

Mit dem am 2. Februar erscheinenden Boundless (Inside Out/Sony Music) ist der Münsteraner Postprogrock-Institution Long Distance Calling ein Werk gelungen, dessen wahre Größe in seiner bisweilen erfrischend schroff aufgetragenen Vitalität anzutreffen ist, die von freien Geistern in freier Umgebung kündet. Titel und Artwork (entstanden in den Dolomiten) sprechen Bände. Und Gitarrist Florian Füntmann spricht mit uns. Im Vorfeld der am 23. Februar in Saarbrücken startenden Tour.

amusio: Hi Florian, inwiefern nimmt Boundless Einfluss auf die Zusammenstellung der übrigen Setlist? Im Sinne von Passung und Kontingenz – oder auch dem bewussten Kontrastieren?“

Florian Füntmann: „Wir versuchen immer, eine für das Publikum und uns spannende Setlist zu erstellen. Manchmal gestaltet sich das nicht ganz leicht, da wir ja mittlerweile auf ein recht großes Repertoire an Songs zurück greifen können. Wir werden die neuen Songs so in unser Set einbauen, dass sie sich gut einfügen. In der Regel wird die Setlist tendenziell in kleine Blöcke unterteilt, sodass beispielsweise zwei eher atmosphärische Songs aufeinander folgen, nur um dann wieder härtere Songs folgen zu lassen. Das funktioniert oft wie eine Weckruf. Welche Songs von Boundless langfristig einen festen Platz in unserem Live Set finden werden, hängt davon ab, wie sie live funktionieren. Das wird sich auf der Tour herauskristallisieren.“

On Top: Long Distance Calling (Michael Winkler)

On Top: Long Distance Calling (Michael Winkler)

amusio: „Steht eure Setlist für jeden Gig unverrückbar fest? Oder bleibt ihr flexibel, auch hinsichtlich von Tagesform und Laune?“

Florian Füntmann: „Im Prinzip steht die Setliste zu circa achtzig Prozent. Doch ab und an werden Songs ausgetauscht, weggelassen oder hinzugefügt. Das hängt immer ein bisschen von der Situation wie zum Beispiel dem Zapfenstreich vor Ort oder auch – natürlich – der Tagesform. Manchmal entscheiden wir auch spontan, noch einen zusätzlichen Song zu spielen, weil es gerade so viel Spaß macht.“

amusio: „Verfügt euer Repertoire mittlerweile über ‚Hits‘? Also über Tracks, die das Publikum von euch erwartet? Und enttäuscht wäre, wenn ihr sie nicht geben würdet?“

Florian Füntmann: „Ja, es gibt da schon ein paar Songs, die wir auf jeder Show spielen. Und die wir den Leuten auch nicht vorenthalten wollen, da sie offensichtlich sehr gut funktionieren: Black Paper Planes, Arecibo oder Metulsky Curse Revisited wären da zu nennen.“

amusio: „Und Tracks, auf die ihr selbst auf keinen Fall verzichten wollt?“

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