The New Spring: "Wholly Wholly" (Tambourhinoceros/Indigo)
The New Spring: „Wholly Wholly“ (Tambourhinoceros/Indigo)

2011 als klassischer Singer/Songwriter den Startsteigen entkommen, findet sich drei Alben später der Kopenhagener Bastian Kallesøe im vollen Ornat eines Band-Outfits wieder. Und weiß diesen Umstand in Form von eklektizistischen Pop-Manierismen zu nutzen, die Wholly Wholly (Tambourhinoceros/Indigo) zu einem bemerkenswert alternativ gedachten Sammelsurium heterogener Ansätze verschmelzen lässt.

So folgt auf den provozierend harmlos gestalteten Opener (Gershwin’s Invisible Year) mit The Moon gleich ein erster Höhepunkt, bei dem mit schönster Selbstverständlichkeit die Afro-Rhythmik von Vampire Weekend mit dem Ambient Jazz à la Dif Juz in Einklang gebracht werden. Mit Canopy schließt sich direkt ein vollkommener Wohlklang an, der den Here Comes The Sun-Vibe genüsslich pickt und zelebriert.

Gut, das mit zehn Minuten deutlich überlang geratene Ballad Of The Unseeing Eye verliert sich selbst, doch ansonsten geht die Rechnung auf: Minimal Music plus Songwriter-Stuff plus Vintage Folkpop durchs Schinkengrab der eigenen, friedfertigen Machtergreifung gezogen, ergeben ein Album fernab sämtlicher Schubladen und Scheuklappen. Und gerade weil es nichts Zwingendes besitzt, becirct es mit Nonchalance und – bis auf den besagten Schwerenöter – einem gesund anmutenden Downsizing.

There Is No Life On Other Planets:
youtube.com/watch?v=UGCXN6QKf9M

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