Geowulf - Great Big Blue

Opus aestivum

Geowulf "Great Big Blue" (37 Adventures/[PIAS] Coop/Rough Trade)

Geowulf „Great Big Blue“ (37 Adventures/[PIAS] Coop/Rough Trade)

Ja, das nehmen wir! Weil wir es nach diesen rekordverdächtig sonnenarmen Tagen so dringend benötigen: Ein Album, das sofort sämtliche Sonnen im Herzen aufgehen lässt. Und sich nicht im geringsten dafür schämt, ausschließlich mit lupenreinen Dreampop den Wetterkarten dieser Hemisphäre zu trotzen. Lasset uns also Geowulf danken. Für Great Big Blue (37 Adventures/[PIAS] Coop/Rough Trade), einem durch und durch warm und wärmend erträumten Debüt.

Toma Banjanin und Star Kendrick stammen aus Australien, doch sollte dieser Fakt im Hinblick auf das solare Geblüt ihrer schaffenden Veranlagung nicht überbewertet werden. Denn schließlich hat es die beiden Leichtherzigen als Duo längst ins Regenbiotop namens London verschlagen. Allerdings ohne sich dort die Laune trüben oder gar verhageln zu lassen, sieht man einmal von den Texten ab, die vielfach von einer Sehnsucht nach verloren gegangenen Idyllen künden. Doch wer wie Geowulf Beach House, Mazzy Star und die Bee Gees gleichermaßen zu seinen Inspirationsquellen zählt, kann weiterhin auf eine Wiedererlangung elysischer Regungen vertrauen.

Und so erweist sich Great Big Blue als ein einziger Sommerhauch. Ganz gleich in welcher Darreichungsform. Ob als bloßer Traum – oder in Form eines soeben gebuchten Resort-Aufenthalts mit der oder dem Liebsten. Oder als eine vielleicht allzu gewagt verstiegene Vermutung: So könnte auch eine Lana del Rey klingen, wenn alles so einfach wäre, wie dies Geowulf – trotz seligmachender Wermutstropfen – offenbar vorleben. Das sollte, nein, muss man sich dieser Tage einfach mal geben und gönnen. Mal am eigenen Leibe erfahren. Ab dem 16. Februar.

Drink Too Much:
youtube.com/watch?v=VWvWB36MbYg

Saltwater:
youtube.com/watch?v=fXO-HnjLLiY

geowulf.co
facebook.com/geowulfmusic

 

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