(www. wave-gotik-treffen.de)
(www. wave-gotik-treffen.de)

Am 15. Februar ging um 21:46 (MEZ) ein raunendes Beben um die Welt in schwarz. Denn zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten die Veranstalter des Wave Gotik Treffen in Leipzig die erste Tranche fest gebuchter Bands zur diesjährigen Kapitalveranstaltung der Szene. Dieses erste Lebenszeichen ist längst zu einem liebgewonnenen Auftakt geworden. Denn spätestens im Anschluss an diesen Startschuss richtet sich der Fokus bei rund 20.000 Besuchern aus ungezählten Ländern auf vier Pfingsttage und -nächte, in denen wieder gleichermaßen veräußert wie verinnerlicht wird, warum die schwarze Kultur – von ephemeren Moden und peripheren Launen offenbar unbeeindruckt – perpetuiert. Und weiter gedeiht.

Denn auch bei der 27. Auflage (18. – 21. Mai) sorgt allein die Fülle von Attraktionen an über zwei Dutzend Spielstätten dafür, dass jegliche Anmutung einer profan repetitiv veranlagten Gewohnheitsstarre im Ansatz erlischt. Wenn überhaupt, so dürften die berichtenden Mainstream-Medien ein Problem damit haben, dass die Szene nach außen hin kaum signifikante Abweichungen von den bekannten (und an sich schon zur Genüge ausgeschlachteten) Erscheinungsformen aufweisen wird.

Aber so wie Jahr für Jahr auch die Eiersuche, der erste Sommertag oder das Schmücken von Tannenbäumen zum Thema allgemeiner Relevanz aufgebauscht wird, sollten sich die Szene-externen Redakteure und Formatverwalter auch im Hinblick auf das WGT auf ihre Routine verlassen können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert