Brian Lopez - Prelude

Schamlos schön

Brian Lopez: "Prelude" (Dust & Stone Recordings)

Brian Lopez: „Prelude“ (Dust & Stone Recordings)

Da sitzt dieser bekanntermaßen begnadete Musiker, Songwriter und Geschichtenerzähler daheim in Tuscon – und schenkt der Welt mal so eben sein bis dato vielleicht ergreifendstes Album: Prelude (Dust And Stone Recordings). Klar, der Wuschelkopf mit Frankreich-Faible stand schon immer für Indie-Americana und Chansons, die von Herzen kommen. Doch die produktionstechnisch gegebene Intimität der nun vorgelegten Songs, zehn an der Zahl und allesamt kurz gehalten, lässt noch tiefer blicken und verstehen.

Dass Brian Lopez – trotz seiner Umtriebigkeit (u. a. mit Xixa, Giant Sand oder Calexico) – den Mut aufbringt, mit einem absolut pur belassenen Album, samt konzentrierter Nachdenklichkeit und einer mit ihr verbundenen, sanft schleichenden Wehmut, an die Öffentlichkeit zu gehen, mag sicher nicht allein dem Wunsch geschuldet zu sein, fortan mit Nick Drake und seinesgleichen in einem Atemzug genannt werden zu wollen. Aber kaum dass er mit Meta, Fall In Love einsteigt, kann man sich kaum entscheiden, ob man nun lieber Meta oder Nick sein möchte, – um es einmal bewusst irreführend zu formulieren.

Wenn dann noch das Arpeggio von „Los Angeles“ spontan an einen Herren namens Cohen erinnert, braucht sich niemand ob seiner stimulierten Glandulae lacrimalis zu schämen. Am allerwenigsten schämen braucht sich jedoch – Brian Lopez.

25.03. Offenbach (Hafen 2 – Frühlingsfest)
26.03. Mannheim (Kulturbrücken)

27.03. Köln (Die Wohngemeinschaft)

facebook.com/BrianLopezMusic

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